Unwetter zog Spur der Verwüstung - THW und Feuerwehr im Großeinsatz

Helfer der THW-Ortsverbandes Bogen waren am Freitag u. a. beim Hotel Villa in Straubing damit beschäftigt Bäume umgeknickte und entwurzelte Bäume zu entfernen, um den Weg zu den Parkplätzen und einem Gästehaus freizumachen. (Fotos: THW)Eigentlich wollte Zugführer Mike Vogel mit seinen Helferinnen und Helfern am Samstag, 30. Juli, in den Bayerischen Wald fahren und dort eine größer angelegte Übung abhalten. Doch daraus wurde nichts. Ein Unwetter machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Als am Abend zuvor in der Unterkunft die letzten Vorbereitungen für die Übung getroffen wurden, zogen am Horizont dunkle Wolken auf. Daraufhin entschieden OB Jürgen Wegener und Zugführer Mike Vogel einen Teil der Helfer zu verständigen und sie in die Unterkunft zu ordern.

Aus der anfänglichen vorsorglichen Bereitschaft wurde kurze Zeit später ein Großeinsatz. Gegen 22.04 Uhr folgte nämlich bereits der Alarm: Einsatz in der benachbarten kreisfreien Stadt Straubing um den dortigen Ortsverband zu unterstützen.

Einige Bäume und Äste ware auf ein Pavillon des Hotels gestürzt.Starke Gewitter und orkanartige Sturmböen hatten im gesamten Stadtgebiet Straubing schwerste Schäden angerichtet. Sturmböen von bis zu 126 km/h entwurzelten Hunderte von Bäumen, deckten zahlreiche Dächer ab, blockierten Straßen und Wege und richteten enormen Sachschaden an.

Mehrere Hundert Notfälle erreichten Polizei, Feuerwehr und THW. Die Bundesstraßen 8 und 20 waren stellenweise nicht passierbar. Auch die Bahnlinie Plattling- Regensburg musste erst von Einsatzkräften des THW freigeschnitten werden.

Zahlreiche Bäume und Äste bedeckten nicht nur die Straßen. Auch Autos und Gebäude wurden unter ihnen begraben.Gemeinsam mit Feuerwehr und Polizei waren vom THW am Freitag noch in der Nacht 65 Helfer und am Samstag 77 Helfer im Einsatz. Koordiniert wurde der ganze THW Einsatz vom Zugtrupp des Straubinger THW, der zusammen mit der Feuerwehr eine gemeinsame Führungsstelle betrieb.

Allein vom THW wurden innerhalb von 24 Stunden über 100 Einsätze von den Einsatzkräften aus den THW-Ortsverbänden Bogen, Straubing, Mallersdorf, Wörth, Regensburg und Laaber abgewickelt.

Mehrere Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen waren durch gekappte Stromleitungen in der letzten Nacht ohne Energie. Auf der Bundesstraße 8 musste die Straßenmeisterei Schneepflüge einsetzen, um abgefallene Äste und Dreck von der Fahrbahn zu bringen.

Nach Auffassung des Ortsbeauftragten Jürgen Wegener und des Zugführers Mike Vogel war die Zusammenarbeit mit der Polizei, der Feuerwehr und den anderen THW-Ortsverbänden beispielhaft. Nur durch diese enge Zusammenarbeit, so ihre einhellige Meinung, konnten viele Schäden schnell behoben werden. Erfreut sind beide auch darüber, dass bei diesem Großeinsatz keiner der Helfer verletzt wurde.

Am Samstag zeigte sich erst richtig das Ausmaß des Unwetters. So wie hier in der Mühlsteingasse sah es auf vielen Grundstücken aus.Anbei noch ein paar Daten zum THW-Einsatz:
Einsatz Freitag:
65 Helfer aus den Ortsverbänden Bogen, Straubing, Regensburg, Mallersdorf
Abgearbeitet wurde in der Zeit von 21.30 bis 05.30 Uhr 35 Einsätze

Einsatz Samstag:
77 Helfer aus den Ortsverbänden Bogen, Straubing, Mallersdorf, Wörth und Laaber
Abgearbeitet wurde 76 Einsätze