Unwetter im Donauraum - Bogen hilft in Deggendorf aus

(Fotos: THW)Insbesondere im Raum Deggendorf und Passau ging am 23. Juli 2009 ein schweres Unwetter nieder. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, Autos unter Gebäudeteilen und Bäumen vergraben. Die Schäden dürften nach Polizeiangaben in die Millionen gehen. Feuerwehren und THW waren stundenlang im Einsatz. Dabei unstützten die Helfer des THW-Ortsverbandes Bogen auch die Helfer des Nachbarortsverbandes Deggendorf.

Im Verlauf von fünf bis sechs Stunden gab es in Niederbayern eine von der Polizei nicht feststellbare Anzahl von umgestürzten Bäumen, die in vielen Fällen auch Straßen blockierten und sogar den Verkehr auf den Autobahnen A3 und A92 zeitweise massiv behinderten. Lokal wurden Keller überflutet, Dächer von Wohnhäusern beschädigt oder teilabgedeckt, sowie Hallendächer von Firmen zum Teil schwer beschädigt. Zwei Menschen wurden im Passauer Hafen durch ein abgedecktes Aludach einer Firma leicht verletzt.

In rund zehn Fällen fielen in Niederbayern Bäume auf geparkte Fahrzeuge. Durch Starkregen wurden zum Teil Gullydeckel ausgehoben; zumindest ein Fall ist bekannt, bei dem eine 20-KV-Hochspannungsleitung abriss und ein Mast umfiel. In mehreren Fällen mussten Streifenbesatzungen der niederbayerischen Polizeidienststellen zu automatisierten Alarmen ausrücken, die wetterbedingt auslösten. Gegen 20.40 Uhr legte ein Blitzeinschlag im Stadtgebiet Straubing einen Sendemasten lahm. Die Einschätzung einer Gesamtschadenssumme ist für die Polizei noch nicht möglich.

Die Einsatzzentrale Niederbayern registrierte in der Zeit von 16 Uhr bis 21 Uhr rund 500 Notrufe, von denen die meisten unwetterbedingt waren, die 31 Dienststellen der Polizei in Niederbayern bewältigten in diesem Zeitraum rund 100 Unwetter-Einsätze. Ab 21 Uhr war dann im Einsatzgeschehen zunächst eine leichte Entspannung abzusehen. Sowohl die Polizeieinsatzzentrale wie auch die Polizeidienststellen vor Ort arbeiteten bei der Einsatzbewältigung eng mit den anderen Hilfsdiensten, insbesondere mehreren Freiwilligen Feuerwehren und den THW-Ortsverbänden Deggendorf und Bogen, sowie dem Rettungsdienst zusammen.

Für die Helfer des Ortsverbandes Bogen war das Einsatzgebiet eine Firma im Fischerdorf (Stadt Deggendorf). Dort war ein Dach abgedeckt worden. Hauptaufgabe war es, gemeinsam mit den Helfern des THW-Ortsverbandes Deggendorf und mehreren Feuerwehren, das Dach gegen bevorstehende Regenfälle abzudichten. Dazu wurde nicht nur eine Plane zur provisorischen Abdeckung aufgebracht. Zum Beschweren der Plane füllten die Helfer aus Bogen Sandsäcke ab, die dann zum Einschweren der Plane dienten.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ortsverbänden war - wie auch in der Vergangenheit - hervorragend.