THW leuchtet für den großen italienischen Meister Rossini aus

Ein THW-Helfer kümmert sich um die exakte Ausleuchtung des Altarraums. (Fotos: THW)Gioachino Antonio Rossini hätte sich sicherlich über die Helfer des THW-Ortsverbandes Bogen gefreut. Am 14. Oktober leuchteten sie mit ihrem Equipment den Altarraum der Klosterkirche in Oberalteich aus, damit der Chor der Liedertafel Bogen sowie die Musiker des Regensburger Kammerorchesters sowie Bläsern des Bayerischen Staatsorchesters München die Notenblätter klar und deutlich erkennen konnten.

Die Veranstaltung war ganz und gar dem großes Gioachino Antonio Rossini gewidmet. Über ein halbes Jahr hatten sich die knapp 70 Chormitglieder der Liedertafel Bogen auf diesen Tag vorbereitet. Gemeinsam mit dem Regensburger Kammerorchester und Bläsern des Bayerischen Staatsorchesters München, aber auch mit den Solisten Atusko Suzuki (Sopran), Jutta Neumann (Alt), Anton Rosner (Tenor) und Wolfgang Rose (Bass) wollten sie unter der Gesamtleitung von Dr. Manfred Elsberger dem großen italienischen Musiker Rossini (1791-1868) mit der „Petite Messe solennelle“ ihre ganze Aufmerksamkeit schenken.

Damit die Akteure ihre Notenblätter auch tatsächlich gut lesen konnten, leuchtete das THW mit einem kleinen Equipment von Strahlern den gesamten Altarraum der Klosterkirche in Oberalteich für das etwa eineinhalbstündige einmalige Kulturereignis aus. Der THW-Ortsverband Bogen verfügt nicht nur über mehrere 1000-Watt-Strahler, sondern auch über zwei sogenannte Power-Moons, Leuchtkörper, die insbesondere an Einsatzstellen für absolut blendfreies Licht sorgen.

Die Liedertafel Bogen mit dem Kammerorchester aus Regensburg und Bläsern des Bayerischen Staatsorchesters München sowie Soliten.In der Zeit, als die Liedertafel Bogen (1862) gegründet wurde komponierte der große Rossini Werke wie „Italiener in Algier (1813) und „Der Barbier von Sebilla (1816), die beide weit über die Grenzen Italiens hinaus zum begehrtesten und erfolgreichreichsten Opernkompositionen seiner Zeit wurden. Als er 1830 mit Wilhelm Tell in Paris seine musikalischen Aktivitäten – zumindest für das Musiktheater – einstellte, hatte er 38 Opern komponiert, von denen die meisten heute noch aufgeführt werden.

Wenn sich Rossini in seiner aktivsten Schaffensperiode ganz und gar der Oper widmete, dann deshalb, weil sich das Publikumsinteresse seiner Zeit fast ausschließlich auf die Bühnenmusik beschränkte. Erst in seinem Alterssitz in Paris begann er wieder zu komponieren und schuf unter anderem die „Petite Messe“, die ein Adeliger anlässlich der Einweihung seiner Hauskapelle in Auftrag gegeben hatte.

Bei der Erstaufnahme im privaten Rahmen wurde das geistliche Werk, das zunächst nur mit einer Klavier- und Harmoniumbegleitung versehen war und erst später orchestiert wurde, sehr positiv aufgenommen. Kritiker haben von Anfang an eine harmonische Originalität und Progressivität neben dem rossinitypischen Melodienzauber als neue Facette des Komponisten erkannt. Der Zuhörer konnte am Sonntag in Oberalteich am Schluss selbst die Frage beantworten, die der Meister der Opera buffa am Ende seines Werkes selber stellt: „Ist diese arme kleine Messe heilige oder vermaledeite Musik?“.

Auf alle Fälle bekamen die Zuhörer schon mit dem „Kyrie eleison“ zum Beginn der Aufführung einen gewaltigen Eindruck der Liedertafel Bogens. Gemeinsam mit dem Kammerorchester aus Regensburg und den Bläsern des Bayerischen Staatsorchesters München sowie den Solisten boten sie dem großen Meister Rossini eine beeindruckende Ehrerbietung.