THW leistet erneut im Ausland Hilfe - Mit Hochleistungspumpen in die Katastrophenregion von Louisiana

Zwei Hochleistungspumpen, die vom Landkreis dem THW-Ortsverband Bogen im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr zur Verfügung gestellt wurden, sind ein äußerst nützliches Hilfsmittel bei Hochwassergefahren.Im Auftrag von Bundes-innenminister Otto Schily reist voraussichtlich am Mittwoch ein Einsatzteam des Technischen Hilfswerks (THW) mit 15 Hochlei-stungspumpen in die Katastrophenregion im amerikanischen Bundes-staat Louisiana auf. Die 120 Spezialisten der Fachgruppen Wasser-schaden/Pumpen und Infrastruktur werden im Bereich der Hochwas-serbekämpfung einge-setzt. Bundesinnen-minister Otto Schily hatte der amerikanischen Botschaft vergangene Woche die Hilfe des Technischen Hilfswerks bei der Bewältigung der Hurrikanfolgen angeboten. Die amerikanischen Behörden haben die Unterstützung angenommen. Zwei Hochleistungspumpen und einige Schmutzwasserpumpen, die gemeinsam pro Stunde fast bis zum zwei Millionen Liter fördern können, stehen auch beim THW-Ortsverband Bogen zur Verfügung. Diese beiden sogenannten Vogel-Pumpen wurden vom Landkreis Straubing-Bogen im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr beschafft. Für notwendiges Zubehör stellte der Landkreis in den vergangenen Jahren immer wieder Haushaltsmittel zur Verfügung.

Das THW hat in der Vergangenheit immer wieder bei Hochwasserkatastrophen wertvolle Dienste geleistet, im In- wie im Ausland. Dieses hat sich beispielsweise bei der Flutkatastrophe im Sommer 2002 in Ost-Deutschland, dem verheerenden Hochwasser zur Weihnachtszeit 2003 in Südfrankreich und dem Augusthochwasser in Bayern gezeigt." Auch Helfer des Ortsverbandes Bogen waren unter anderem bei Hochwassereinsätzen in Oberbayern und Frankreich mit dabei.

Wie Bogens Ortsbeauftragter Jürgen Wegener hervorhebt, stellt die Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen Pumpen mit einer Pumpleistung von bis zu 15.000 Litern pro Minute. Dies seien leistungsstärkste Instrument des THW bei der Bekämpfung von Hochwasser und Überschwemmungen, betont Wegener. Neben dem Jahrhunderthochwasser 2002 haben sie sich in jüngerer Zeit bei den Überflutungen in Südfrankreich 2003 und im Mai dieses Jahres in Rumänien bewährt. Die Hochwasserexperten des THW waren auch bei den verheerenden Überflutungen in Südbayern in der vergangenen Woche im Einsatz. Ihre Ausstattung wurde in den vergangenen zwei Jahren aus Mitteln des Hochwasserprogramms der Bundesregierung weiter verbessert, unter anderem wurden Hochleistungspumpen beschafft. "So kann schneller und effektiver auf großflächige Überflutungen reagiert werden", argumentiert Wegener für die Einsatzkraft des THW.

Wenn am Einsatzort Gefahr durch Elektrizität, Wasser oder Gas besteht oder nach einem Schadensfall Versorgungsleitungen schnell provisorisch instand gesetzt werden müssen, komme nach Darstellung Mike Vogels, Zugführer beim Ortsverband Bogen, die Fachgruppe Infrastruktur zum Einsatz. Sie arbeite nach den Worten Vogels eng mit den Bergungsgruppen zusammen, sichere deren Arbeiten vor Gefahren durch Strom oder Wasser und organisiere die Energieversorgung an der Einsatzstelle. Darüber hinaus könne diese Fachgruppe Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme in Notunterkünften, Schutz- oder Bereitstellungsräumen einrichten.

Das THW ist die Katastrophenschutz- und Einsatzorganisation des Bundes. Mit seinen hoch spezialisierten Einheiten ist das THW den Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr bestens gewachsen. In seiner Struktur ist das THW weltweit einmalig. Als Katastrophenschutzorganisation getragen von ehrenamtlichem Engagement ist diese Behörde Partner für Menschen in Not. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit über 77.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 665 THW-Ortsverbänden zum Wohle der Mitmenschen. Dabei gewährleistet die enge Verzahnung mit der Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen, der Polizei sowie der Bundespolizei einen maximalen Schutz der Bürgerinnen und Bürger. In jedem der 66 THW-Geschäftsführerbereiche - verteilt auf acht Landesverbände - ergänzen sich die Komponenten der Ortsverbände so, dass das gesamte Einsatzspektrum des THW im ganzen Bundesgebiet verfügbar ist und seine Spezialisten immer dort sind, wo es notwendig ist.

Als Instrument des Bundes wird das THW genutzt, um auch im Ausland schnell, zuverlässig und effektiv Hilfe zu leisten. Das Leistungsspektrum des THW reicht dabei von der akuten Nothilfe bis zum langfristigen, partnerschaftlichen Engagement beim Wiederaufbau. Mit so genannten "Schnell-Einsatz-Einheiten" trägt das THW im Katastrophenfall, wie zuletzt nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien dem Zeitfaktor Rechnung. Als Regierungsorganisation bietet das THW seinen Auftraggebern - darunter die Vereinten Nationen, die Europäische Union sowie Regierungen anderer Nationen - zudem die Sicherheit einer zuverlässigen und kompetenten Umsetzung von Projekten.