THW-Jugend baut Spielgerät für Kindergarten. Teilnahme am Regionaltag in Mitterfels

(Fotos: THW)Wenn am Sonntag in Mitterfels der dritte Regionaltag des Landkreises Straubing-Bogen stattfindet, dann startet die Jugend des THW-Ortsverbandes Bogen mit einer nicht alltäglichen Aktion: Die Mitglieder der Jugend-Gruppe bauen unter der Regie von Benjamin Bründl für den Kindergarten in Mitterfels ein neues Spielgerät.

Als bekannt wurde, dass der nächste Regionaltag des Landkreises in Mitterfels, im Betreuungsgebietes des THW-Ortsverbandes Bogen, stattfindet, war für Benjamin Bründl sofort klar: "Wir werden uns mit der Jugendgruppe daran beteiligen." Das "bloße" Mitwirken, sich einfach zu präsentieren - das wollte Bründl und auch seine Jugendlichen nicht. "Ein Junge schlug vor, während der Veranstaltung etwas Nützliches zu bauen", erinnert sich der Jugendbetreuer. Dieser Vorschlag wurde aufgegriffen und mit den anderen diskutiert. Sinnvoll erschien es der Gruppe, für den Kindergarten ein Spielgerät zu bauen. Bei einem ersten Kontakt mit der Kindergartenleitung wurde von dieser der Vorschlag begrüßt. Es dauerte auch nicht lange, bis das Projekt näher definiert werden konnte.

"Wir können etwas gebrauchen, bei dem die Kinder ihr Gleichgewicht genauso trainieren können, wie die Koordination bei der Fortbewegung", hat es von Seiten der Kindergartenleiterin geheißen. Diese Prämisse nahmen ich die Jugendlichen näher an. Während ihrer regulären Dienste erarbeiteten sie Möglichkeiten, diese Vorgaben zu erfüllen. Daraus resultierend wollen die Mädchen und Jugend einen Turm bauen, der über unterschiedliche Wege erklommen werden kann: über eine Treppe, ein Seil, eine Leiter und eine Brücke.

Schon heute können die Sprösslinge im Kindergarten Mitterfels mehrere Spielgeräte nutzen. Alle haben eines gemeinsam: sie wurden aus Holz erstellt. "Dies wollten wir natürlich bei ihrer Konzeptierung berücksichtigen", erzählt Benjamin Bründl. Holz ist für die Jugendlichen ein Produkt, mit dem sie auf einen späteren Dienst als aktiver THW-Helfer immer wieder konfrontiert werden. Dieser Baustoff wird natürlich während der gesamten Ausbildung immer wieder eingesetzt. Bründl dazu wörtlich: "Sägen und hobeln gehört genauso dazu wie der Bau von kleineren Werkstücken". Die Herstellung eines Spielgerätes ist für die Jugendlichen daher eine ganz neue Herausforderung.

Aufgrund der Anforderungen ist das Zurückgreifen auf Material "von der Stange" nicht möglich. "Alles was wir bisher gesichtet haben entspricht nicht den Anforderungen für einen Kindergarten", bedauert Bründl. Vielfach seinen die Angebote maximal für den heimischen Garten einsetzbar, aber keineswegs auf einem Spielplatz oder in einem Kindergarten. Bei der Umsetzung des Konzepts muss die THW-Jugend komplett auf Eigeninitiative setzen, angefangen von der handwerklichen Planung über die Beschaffung des Materials bis zum Erstellen der einzelnen Bauteile und der Montage vor Ort. Um die Sicherheit der Kinder, die später das Spielgerät auch nutzen werden, zu sichern, bedarf es auch der Abnahme durch den TÜV. Auch diesem Hindernis muss und will sich die Jugendgruppe stellen. "Wir wollen etwas schaffen, was für die Kinder gut ist", unterstreicht Bründl. Auch wenn ihm dies zusätzliche Arbeit und Kosten beschert, so sieht er die Sicherheit der Kinder im Vordergrund aller Bemühungen und nimmt diese gern in Kauf...

In den vergangenen Wochen haben die Mädchen und Jugend der THW-Jugendgruppe auf den Regionaltag und die Aufgabe gut vorbereitet. "Wenn wir uns trafen stand häufig Holzbearbeitung auf dem Programm", erinnert sich ein Jugendlicher. Beispiele ihrer Ausbildung zeigen sie am Sonntag beim Regionaltag. In der Folgzeit werden sie die einzelnen Bauteile für das Spielgerät herstellen und anschließend mit Unterstützung einiger Helfer des Technischen Zuges den Turm vor Ort aufstellen.