THW-Helfer holten Unrat aus 15 Meter Tiefe - Abfall in vergessenem Brunnen

In bis zu 15 Meter Tiefe wurden THW-Helfer in die Tiefe hinabgelassen um den Brunnen von Unrat zu reinigen. (Fotos: THW)Nur mit schwerem Atemschutz konnten die Helfer des THW-Ortsverbandes Bogen am Samstag in einen 15 Meter tiefen Brunnen vordringen. Ein Hausbesitzer in Hunderdorf hatte das THW um Unterstützung gerufen, nachdem er auf seinem Grundstück erst jetzt einen vor Jahrzehnten betriebenen Hausbrunnen neu entdeckt hatte.

In der Vergangenheit war dort erheblicher Unrat entsorgt worden. Ohne fremde Hilfe hätte der Besitzer den Brunnen nicht reinigen und damit wieder in Betrieb nehmen können. Erst Nachbarn hatten den Besitzer eines kleines Anwesens in Hunderdorf darauf aufmerksam gemacht, dass sich auf seinem Grundstück ein Hausbrunnen befindet. Der vor Jahren mit Betonplatten und Humus überdeckte Zugang zum Brunnen war ihm unbekannt gewesen. Doch nach dieser Wiederentdeckung sollte die Wasserquelle wieder seiner ursprünglichen Verwendung zugeführt werden. "Mit dem Wasser aus dem Brunnen kann ich natürlich die Beete in meinen Garten gießen und den Gartenteich befüllen", meint dazu der Besitzer.

Ohne fremde Hilfe wäre ihm dies jedoch nicht gelungen. Dies bemerkte er sehr schnell nachdem er Humus und Betonabdeckung entfernt hatte. Das Wasser in dem etwa 15 Meter tiefen Brunnen war stark verschmutzt. Unrat am Grunde des mit Ziegeln ausgemauerten Wasserreservoir hatte dazu geführt. Er bat daher das THW in Bogen um Unterstützung. Eine Einsatzgruppe unter der Leitung von Robert Zitzelsberger und Thomas Kleine rückte mit einem Gerätekraftwagen und einem Mannschaftstransporter an.

Die THW-Helfer sahen sofort, dass ein Hinabsteigen in die Tiefe des Brunnens nicht ganz gefahrlos sei. Mit Hilfe einer Tauchpumpe wurde zuerst das moderige Wasser abgepumpt. Vier Mann statteten sich mit schwerem Atemschutz aus, ehe sich als erstes Thomas Kleine per Seilwinde des Gerätekraftwagens und über einem Dreibock auf den Grund des Brunnens hinabließ. Dort traf er auf unterschiedlichsten Müll, angefangen von Holz, über Glas bis zu Metall. Unter erschwerten Bedingungen wurden Bretter, Balken, Glasflaschen, Plastikeimer, Metalltöpfe und Stracheldraht nach oben befördert.

Nach über drei Stunden hatten die Einsatzkräfte den Unrat aus dem Brunnen geholt. Der Hausbesitzer bedankte sich bei den THW-Helfern des Ortsverbandes Bogen und sprach von einer hervorragenden Arbeit. Nun kann er eine Pumpe einsetzen und das Wasser aus den Brunnen fördern. Für die Einsatzkräfte war dieser nicht alltäglich Einsatz eine Möglichkeit zu demonstrieren, dass das THW durchaus in der Lage ist, auch ungewöhnliche Herausforderungen mit Bravour zu bewältigen.

Bildergalerie:

(Fotos: THW)
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