THW gemeinsam mit FF-Löschzug Ittling beim Baumarkt Hornbach

Ein THW-Helfer erklärt Tauch- und Schmutzwasserpumpen. Im Hintergrund die Sandsackfüllmaschine. (Fotos: THW)Das Herbstfest beim Baumarkt Hornbach in Straubing/Erletacker nutzten am Freitag und Samstag die Feuerwehr Straubing/Löschzug Ittling und der THW-Ortsverband Bogen um den Besuchern beide Organisationen vorzustellen. Während die Feuerwehr die Frage stellte: "Schon mal überlegt, wenn es keine Feuerwehr gäbe?", präsentierte das THW Gerätschaften aus dem Bereich Hochwasserschutz bzw. -bekämpfung.

Mittlerweile ist es schon Tradition, dass der FF-Löschzug Ittling und der THW-Ortsverband Bogen beim Herbstfest des Baumarktes Hornbach mit dabei sind. Im letzten Jahr hatten sie den Besuchern gezeigt, wie bei einem Unglück beide Organisationen Hand in Hand zusammen arbeiten. Die beiden Führungskräfte Herbert Hofmann (FF) und Mike Vogel (THW) hatten schon im Vorfeld der diesjährigen Veranstaltung die Schwerpunkte festgelegt. Hofmann stellte den Gästen dabei die Frage, ob sie schon einmal überlegte hätten, wenn es keine Feuerwehr gäbe? Ein vor dem Haus geparkte Auto würde zu brennen beginnen - die alarmierte Feuerwehr kommt nicht - das Feuer greift auf das Vordach und anschließend auf den Dachstuhl des Hauses über - die Feuerwehr kommt immer noch nicht.

"Ein Horrorszenario", meint einer der Besucher und Hofmann bestätigt ihn: "Sie haben Recht". Etwas 50 freiwillige Frauen und Männer aus Ittling sind daher 24 Stunden am Tag immer einsatzbereit, im Notfall helfen zu können. "Ob bei einem Brand, einem Verkehrsunfall oder einem Wasserrohrbruch - die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort", versicherte Hofmann. An Hand der Ausstattung des Löschfahrzeuges LF16 zeigten er und eine Gruppe seines Löschzuges den Interessenten einzelnen Gerätschaften, deren Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten. Interesse fand dabei unter anderem ein Überdrucklüfter, der eingesetzt wird, um in verqualmten Gebäuden schnell für klare Sicht zu sorgen. Gleichzeitig wird durch die Überdrucklüftung innerhalb kürzester Zeit die Raumtemperatur gesenkt.

FF-Zugführer Herbert Hofmann hat vollste Aufmerksamkeit, als er die Funktionsweise des Überdrucklüfters erläutert.Der Schwerpunkt der THW-Präsentation lag beim Hochwasserschutz bzw. bei der Bekämpfung von Hochwasser. "Eine aus dem Flussbett heraustretende Donau im Frühjar aufgrund der steigenden Zuläufe nach der Schneeschmelze ist in der Region nichts Neues", so Truppführer Markus Wagner, "doch in den vergangenen Jahren haben wir immer wieder nach schweren Regengüssen Probleme mit dem Oberflächenwasser, welches schnell in Gebäudekeller eindringt und Firmengelände überflutet." Benjamin Rothmann, ebenfalls Truppführer beim Ortsverband Bogen, ergänzt: "Dann werden wir und unsere Pumpen gerufen".

Der Landkreis Straubing-Bogen hat vor Jahren den THW-Ortsverband Bogen in die Örtliche Gefahrenabwehr mit eingebunden und ihm zwei Hochleistungspumpen zur Unterstützung übergeben. Erst vor drei Jahren investiert der Landkreis eine größere Summe, um das Rohrleitungsnetz auf rund 500 Meter zu ergänzen. "Eine dieser Pumpe, angetrieben durch einen 50-PS-starken Porsche-Industriemotor, hat eine Leistung von 15.000 Liter pro Minute", weiß Rothmann und ergänzt: "Gemeinsam mit den anderen Tauch- und Schmutzwasserpumpen können wir rund 35.000 Liter pro Minuten ab- bzw. umpumpen".

Seit einem Jahr ist der THW-Ortsverband Bogen auch in der Lage, an jedem Ort des Einsatzgeschehens Sandsäcke abzufüllen um Schutzdämme zu errichten. Die mobile Sandsackfüllmaschine wurde mit Unterstützung einiger Unternehmen aus der Region angeschafft. Markus Wagner berichtete den Besuchern, dass mit diesem neuen Gerät es möglich sei, stündlich rund 800 Sandsäcke zu füllen. Mit einer Spezialnähmaschine werden dann die Säcke verschlossen und können dann zum Abdichten von Dämmen oder zum Dammbau selbst verwendet werden.