THW Bogen forciert bei Jugendlichen in Kallmünz das Ehrenamt

Mit welchen Gefahren wird der Mensch immer wieder konfrontiert? Was mache ich in einer Notsituation? Wo bieten die Helfer des THW ihre Unterstützung an? Auf all diese Fragen bekamen die Kinder und Jugendlichen eines offenen Jugendfreizeit-wochenendes im Schullandheim Kallmünz Antworten. Der THW-Ortsver-band Bogen hatte diese Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Bürgerliches Engagement" organisiert und war drei Tage mit der Gruppe auf einer besonderen "Erkundungsreise" unterwegs.

Sei es der ehrenamtliche Trainer des Fußballnachwuchses, Helfer im Tierheim, die zum Streitschlichter ausgebildeten Jugendlichen oder die Organisatoren eines Seniorentreffs: Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen er für andere eine unschätzbare Hilfe sein kann. Wer sich freiwillig für die Allgemeinheit engagiert, erhält oft wenige Dank und Bestätigung, wobei er doch der Gesellschaft ein menschliches Gesicht gibt.

"Das bürgerschaftliches Engagement bereichert jeden Einzelnen und stärkt die Gesellschaft insgesamt." Das weiß auch der Ortsbeauf-tragte des THW-Ortsverbandes Bogen, Jürgen Wegener. Er ist selbst sei über einem Jahrzehnt in der Position, ehrenamtlich für die Bundesanstalt tätig zu sein. Und er weiß: "Engagement macht stark!" Für ihn gilt nämlich, "etwas zu tun, was man nicht von ihm erwartet - wie etwa bei einem Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber."

In Gruppenarbeit lernten die Mädchen und Jungen einiges über das gemeinschaftliche Helfen im THW kennen. Fotos: HaasWegener macht seinen ehrenamtlichen Job nicht, weil er dafür Lob oder gar Geld be-kommt. Er definiert seine zeitintensive Arbeit, bei der häufig auch seine Familie hinten anstehen muss so: "Der Wert des bürgerschaftlichen Engagements ist in der als eine äußerst wichtige Ressource in unserer Gesellschaft bekannte Einheit kaum sichtbar zu machen."

Die sollte auch den Teilnehmern des offenen Jugendfrei-zeitwochenendes vermittelt werden. Benjamin Bründl, Andrea Limbrunner, Florian Feicht und Johann Haas starteten mit einer Gruppe Jugendlicher am Freitagnachmittag nach Kallmünz im Landkreis Regensburg. Ein Teil der Teilnehmer hatte zum ersten Mal Kontakt mit dem THW. Doch dies war für die Gruppe kein Problem. Immerhin hatten die Verantwortlichen ein wochenendfüllendes Programm zusammen gestellt, welches dazu diente, die Bundesanstalt näher kennen zu lernen, zu erfahren, wann und wo das THW zum Einsatz kommt, aber auch wie man sich sonst noch als THW-Helfer engagieren kann.

Definition:

Bürgerschaftliches Engagement wird das freiwillige, nicht auf finanzielle Vorteile gerichtete, das Gemeinwohl fördernde Engagement von Bürgern zur Erreichung gemeinsamer Ziele genannt.

Im Gegensatz zum hoheitlichen Handeln der Verwaltung oder des Staates nehmen hier die Bürger etwas selbst in die Hand.

Kinder und Jugendliche bei der THW-Jugend in Bogen hineinschnuppern wollen, können sich mit Benjamin Bründl, Tel. 0170/4779696, in Verbindung setzen.

Kallmünz liegt an der Naab und hat daher nahezu wie Bogen alljährlich mit dem Hochwasser zu kämpfen. Daher war ein Besuch der Gruppe bei Bürgermeister Siegfried Bauer im Alten Rathaus äußerst interessant. Sie erfuhren von ihm, wie die Probleme in Kallmünz aussehen, wenn das Wasser der Naab wieder mehr wird und der Fluss über das Ufer schwappt.

Siegfried Bauer ist dann immer froh, wenn die umliegenden THW-Ortsverbände mit ihren Pumpen und Booten in seinen Heimatort kommen und der Bevölkerung helfen. Rosa Donauer vom Touristikbüro führte die Gäste aus Bogen anschließend durch den Ort, zeigte die ihnen so manch interessante Gebäude,  brachte sie in Kontakt mit ansässigen Künstler und brachte sie auch an die Stellen, die beim Hochwasser immer am meisten beeinträchtigt werden.