Tag der offenen Tür im Tierheim Straubing

Jürgen Alex und Findus beim Abseilen von einem 10 Meter hohen Turm (Fotos: THW)Das Tierheim Straubing veranstaltete am Sonntag einen Tag der offenen Tür. Unter zahlreichen Gästen war auch der THW-Ortsverband (OV) Bogen vertreten. Die Vierbeiner Alex, Buddy, Findus, Maggy und Nelly von der biologischen Ortung, die seit etwa 15 Jahren zum OV gehört, gaben einen kleinen Einblick, was sie und ihre Besitzer leisten können. Unterstützt wurden sie von der Bergungsgruppe.

Zum Start der Vorstellung kletterten Hunde- und Truppführer Jürgen Alex mit seinem Beagle Findus auf einen 10 Meter hohen Turm um von dort abgeseilt zu werden. Da es vorkommen kann, dass ein Einsatzgebiet nur so erreichbar ist, muss der Rettungshund diese Aktion in aller Ruhe meistern.

Damit sich die Hunde im Trümmergelände sicher bewegen können, wird ihre Trittsicherheit verbessert. Dazu kommen Geräte, wie zum Beispiel die A-Wand, ein Wackelbrett, eine Wippe sowie eine Sprossenleiter zum Einsatz. Außerdem wird auf verschiedenen Untergründen geübt. Nelly, die jüngste Hündin im OV ist seit ca. zwei Monaten mit dabei und zeigte, was ein Hund am Anfang seiner Ausbildung unter Anderem lernen muss. Im Anschluss durfte Maggy demonstrieren, was nach einiger Übungszeit möglich ist. Schnell und souverän meisterte sie ihre Aufgaben an den Geräten.

Die Besucher schauten interessiert zu, wie eine Verbellanzeige funktioniertDie Verbellanzeige, die im Einsatz vor der Suche durchgeführt wird und mit der die Hunde anzeigen, dass sie einen Menschen gefunden haben, führten die Hunde Alex und Buddy vor.

Findus fand den Vermissten eingeklemmt unter einem BaumDann ereilte die Hundestaffel ein Einsatzbefehl. Der 20-jährige Georg ist zum Baum fällen alleine in den Wald gegangen. Da er nun schon länger als geplant weg ist und niemand weiß, wo genau er steckt, wurde eine Suche eingeleitet. Hundeführer Jürgen Alex und Beagle Findus nahmen die Sache in die Hand bzw. Pfote und fanden den Vermissten mit einem offenen Schienbeinbruch unter einem Baum eingeklemmt. Der Sanitäter des Ortsverbandes übernahm die Erstversorgung. Der Bergungstrupp bereitete in der Zwischenzeit einen Rettungsweg vor, entfernte den Baum mit gezielten Schnitten einer Motorsäge vom Verletzten und verfrachtete den Verunglückten in einen Schleifkorb, der dann aus dem Tal gezogen wurde.

Neben der Vorführung des THW gab es noch viele andere Highlights. So sorgte z.B. die "Zamperlparade", bei der einige Tierheimbewohner vorgeführt wurden, für Interesse bei den Besuchern. Auch Kinder kamen auf ihre Kosten. Sie konnten sich beim Kinderschminken in ihr Lieblingstier verwandeln lassen.

Zur besonderen Freude der Bogener Helfer bekamen sie am Nachmittag Besuch. Die Ortungsgruppe des THW Sulzbach-Rosenberg nahm die weite Anfahrt in Kauf, um ihren "Patenkindern" auf die Finger zu schauen. Gemäß dem THW-Motto "Helfen im Team" unterstützten sie die Aufräumarbeiten bis in die späten Abendstunden.