Sprechfunk-Zeugnis für weitere THW-Helfer und Angehörige der UG-ÖEL Parkstetten

THW-Zugführer Daniel Wasl (links) gratulierte den zukünftigen BOS-Sprechfunkern (von links) Sascha Helmbrecht, Florian Bauer, Stefan Ternes, Stefan Spranger, Andreas Wittke und Dominik Peschke. Foto: Haas

Vier THW-Helfer und zwei Angehörige der "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL)", die bei der Feuerwehr und gegebenenfalls auch bei Großschadenslagen im Landratsamt eingesetzt werden, absolvierten in den vergangenen vier Wochen einen Lehrgang, um am Funkverkehr von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) teilnehmen zu können. Am Freitag schlossen sie diese Zusatzqualifikation mit einer Prüfung ab. Der THW-Zugführer Daniel Wals gratulierte den Teilnehmern für ein "hervorragendes Ergebnis" und überreichte Stefan Ternes und Andreas Wittke (UG-ÖEL) sowie Florian Bauer, Sascha Helmbrecht, Dominik Peschke und Stefan Spranger (THW) das "Sprechfunk-Zeugnis".

Während der letzten vier Wochen trafen sich die Teilnehmer mehrmals um sich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit - sowohl bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), als auch bei der Feuerwehr weiterbilden zu lassen. Die beiden Teilnehmer der "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL)", die bei der FF Parkstetten angesiedelt ist, sind spätestens immer dann gefragt, wenn der Landrat den Katastrophenalarm auslöst. Inhalt des Lehrganges waren rechtliche, technische und praktische Belange des Funkverkehrs von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Gemäß der THW-Dienstvorschrift, die im übrigen inhaltlich auch bei Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten gilt, wurden die Teilnehmer umfangreich in der Handhabung des Funkgerätes und der Abwicklung des Funkverkehrs geschult. In einer praktischen Funkübung mussten sie das Erlernte in die Tat umsetzen.

Am Freitagabend fand dann die theoretische Prüfung statt. Dazu kam auch Zugführer Daniel Wasl, der sich über den Ausbildungsinhalt und das Prüfungsergebnis persönlich überzeugen konnte. Erfreulich zeigte er sich über das Ergebnis: "Alle Teilnehmer haben die Prüfung nicht nur bestanden, sondern sogar mit Bravour abgeschlossen." Ziel der Ausbildung müsse es sein, möglichst vielen Helfern die notwendigen Grundlagen zu vermitteln. Für Führungskräfte auch in den unteren Rängen sollte eine erfolgreiche Ausbildung zum Sprechfunker eine Selbstverständlichkeit sein. Die Grundlagen für die Ausbildung im Sprechfunkverkehr bei THW und Feuerwehr sind die selben wie bei Polizei und Rettungsdiensten.

"Der Sprechfunk ist ein wichtiges Führungsmittel", das haben die sechs Lehrgangsteilnehmer gelernt. Dabei haben sie festgestellt, dass Kommunikation nicht nur ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens ist, sondern auch von entscheidender Wichtigkeit für die (tägliche) Arbeit der Einsatzkräfte im Katastrophenschutzes ist. "Sie ist ein wesentlicher Faktor für den Gesamterfolg eines Einsatzes", weiß Daniel Wasl. Eine erfolgreiche Einsatzführung sei seiner Darstellung nur dann möglich, wenn Informationen von den Helfern vor Ort zur Führung bzw. Einsatzleitung gelangten, so dass diese sich ein möglichst umfassendes Bild von der Lage machen könne, um dann entsprechende Entscheidungen zu treffen, die dann wiederum an die Helfer vor Ort übermittelt werden müssen.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen die meisten auf führungstechnischen Hilfsmitteln (Kommunikationsmitteln) basieren. Unter den vorhandenen Kommunikationsmitteln nimmt wiederum der Funk eine herausgehobene Stellung ein: er ist geeignet zur Überbrückung verhältnismäßig großer Entfernungen und bedarf im Vergleich zu Mobilfunknetzen etc. einer vergleichsweise geringen bzw. notfalls gar keiner Infrastruktur. "Der Funk gehört somit zu den Führungsmitteln", betonte Wasl. Jetzt gelte es, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. Nach dem Motto "Übung macht den Meister" empfahl er, den Absolventen möglichst oft an den entsprechenden Übungen und Fortbildungen teilzunehmen.