Spatenstich für die neue THW-Unterkunft

(v.l.) Peter Erl, Bauträger Thorsten Erl, MdB Ernst Hinsken, Bürgermeister Franz Schedlbauer, MdL Reinhold Perlak, MdL Josef Zellmeier, 2. Bürgermeister Helmut Muhr, THW-Ortsbeauftragter Josef Feldmaier, THW-Geschäftsführer Matthias Daszko, stellvertretender Landrat Josef Laumer, BRK Kreisgeschäftsführer Jürgen Zschiedrich, 1. Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Bogen Johann Hambach und Ines Lehmann von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beim Spatenstich für die neue THW-Unterkunft. (Fotos: THW)

Bauträger Thorsten Erl lud am Montag zahlreiche Vertreter aus Politik und den örtlichen Sicherheitsorganisationen in die Petersgewanne nach Furth bei Bogen ein. Am 5. September wurde mit den Erdarbeiten für die neue Unterkunft des Technischen Hilfswerks (THW) begonnen, sodass der Spatenstich bei regnerischem Wetter auf bereits befestigtem Untergrund stattfinden konnte.

Da für das bisherige Gebäude in Bogen ein enormer Sanierungsbedarf aufgelaufen wäre und nicht sinnvoll erschien, entschieden sich die zuständigen Stellen sehr früh für einen mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten Neubau. Ein weiterer Grund für den Neubau ist, dass der Mehrzweckkraftwagen (MzKW) nicht mehr in die zu niedrigen Hallen der jetzigen THW-Unterkunft passt. Die Hallen mit den darüber befindlichen Räumlichkeiten könnten nicht ohne Weiteres erhöht werden.

Als möglichen Weg den Neubau zu realisieren, bot sich das Public-Private-Partnership (PPP) Modell an, bei dem ein privater Bauträger ein Gebäude an eine öffentliche Einrichtung vermietet. Dadurch sollen Kosten und vor Allem auch Zeit in der Genehmigungsphase des Bauvorhabens gespart werden. Im Falle des THW-Bogens mietet die zuständige Behörde für Gebäude des Bundes, die Bundesanstalt für Imobilienaufgaben (BIMA), das Gebäude nach Beendigung der Bauarbeiten an und stellt sie dem THW zur Verfügung. Für die Genehmigungsphase verging trotz des Gäubodenvolksfestes in Straubing gerade mal knapp über ein Monat.

Die neue Unterkunft entsteht mit 44,5 Metern Länge und 13,25 Metern Breite auf einem rund 3100 Quadratmeter großen Gelände. Mit den insgesamt 8 Hallen für Geräte und Fahrzeuge und den darüberliegenden ca. 450 Quadratmeter Bürofläche wird das Gebäude 6,5 Meter hoch. Zusätzlich zur Bürofläche wird es einen Schulungsraum und eine Küche geben. Mit dem Bezug durch das THW rechnet Erl mit Juni 2012.

MdB. Ernst Hinsken hob die vorbildliche Zusammenarbeit von THW, Stadt und Wirtschaft bei dem Projekt hervor. Er sei stolz darauf, in seiner Funktion zum Gelingen des Vorhabens mit beigetragen zu haben. Die Notwendigkeit des THWs für die Stadt Bogen stellte Bürgermeister Franz Schedlbauer heraus. Bei Hochwassersituationen und Schneekatastrophen sei die Mitwirkung des THW unverzichtbar. Gerne habe man das Grundstück für das THW zur Verfügung gestellt.

Die Sicherheit sei für die Bürger ein wichtiger Faktor, sich in Bayern wohl zu fühlen, merkte MdL Josef Zellmeier an. Zu dieser trügen viele bei: die Polizei, das Rettungswesen, die Feuerwehren und das THW. Gerade das THW leiste auch eine vorbildliche Jugendarbeit, strich er heraus. "Helfen wollen sei eine ehrsame Tugend - um helfen zu können, brauche man auch die entsprechenden Einrichtungen", leitete MdL Reinhold Perlak sein Grußwort ein. Deshalb sei dazu optimale Ausstattung und modernstes technisches Gerät unverzichtbar und der Neubau daher richtig.

Der Landkreis könne sich glücklich schätzen, bei Notsituationen wie bei Hochwasser auf das THW zurückgreifen zu können, sagte Vize-Landrat Josef Laumer. Gute Arbeitsbedingungen, wie sie jetzt mit dem Neubau geschaffen werden, seien sicher auch eine Motivation für die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter. Dies bestätigte auch THW-Ortsbeauftragter Josef Feldmaier. Durch den Wegfall der Wehrpflicht werde sicherlich die Nachwuchsrekrutierung schwieriger werden. Deshalb sei die Jugendarbeit bei optimalen Bedingungen von existenzieller Bedeutung für das THW.
(Quelle: Straubinger Tagblatt vom 20.09.2011)