"Schwere Bergung": Betonmischer mit Hilfe von Hebekissen aus Bachgraben gehievt

Bei einem Wendemanöver rutsche der Lkw-Fahrer mit seinem fast voll gefüllten Betonmischer in einen Bachgraben und konnte. (Fotos: THW)In der Nacht zum Samstag, 14. Oktober 2006 wurden die Helfer des THW-Ortsverbandes Bogen alarmiert. Zwischen Wiesent und Brennberg war ein Betonmischer mit den beiden Hinterachsen in ein Bachbett gerutscht. Mit den Hebekissen der "Schweren Bergungsgruppe" aus Bogen und untergebautem Holzmaterial konnte der Lkw gegen 9 Uhr aus der misslichen Lage befreit werden. Die Einsatzkräfte des THW Wörth/Donau hatten bereits seit Mitternacht dafür gesorgt, dass das Fahrzeug nicht weiter einsinken bzw. umstürzen konnte.

Mit Seilwinden und Greifzügen wurde der Lkw gegen ein Abrutschen bzw. Umstürzen gesichert.Kurz vor drei Uhr war für einen Teil Helfer des THW-Ortsverbandes die Nacht schon zu Ende: Einsatz zwischen Wiesent und Brennberg! Bereits am späten Nachmittag war ein fast voll beladener Betonmischer im Höllbachtal bei einem unglücklichen Wendemanöver mit den beiden Hinterachsen in einen Bachgraben gerutscht. Schnell war klar, dass ein Herauskommen ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich war. Ein LKW-Abschleppunternehmen aus Regensburg wurde gerufen. Nach Stunden vergeblicher Bergungsmaßnahmen wurde kurz vor Mitternacht der THW-Ortsverband Wörth alarmiert.

THW-Helfer hoben den etwa 28 Tonnen schweren Lkw Zentimeter für Zentimeter an und bauten in mühevoller Kleinarbeit eine Behelfsbrücke auf.Gemeinsam mit dem Abschleppunternehmen sicherten sie den Betonmischer, dass dieser nicht weiter abrutschen bzw. umstürzen konnte. Ohne weiteres Spezialgerät war eine Bergung des Lasters jedoch nicht möglich.

Der THW-Ortsverband Bogen verfügt mit ihrer zweiten Bergungsgruppe - der sogenannten "Schweren Bergung" über Hebekissen verschiedener Größen, die Lasten bis zu rund 130 Tonnen bewegen können. Die waren also jetzt im Höllbachtal gefragt. Mit den Hebekissen und einem intensiven Holzunterbau wurde der rund 28 Tonnen wiegende Betonmischer Zentimeter für Zentimeter aus dem Graben gehievt.

Die Hebekissen des THW-Ortsverbandes Bogen können bis zu rund 130 Tonnen bewegen.Die Gefahr, dass der Lkw weiter abrutschen würde, konnte durch die ausreichende Sicherung mittels Seilwinden und Greifzügen verringert werden. Den Holzunterbau konstruierten die THW-Helfer zu einer stabilen Bedarfsbrücke, auf der der Lkw kurz vor neun Uhr auf den sicheren Weg zurückkehren konnte. Über die Schadenshöhe konnte vor Ort noch keine Angaben gemacht werden. Die Ladung war aber auf alle Fälle fest geworden.

Die Einsatzkräfte des THW Wörth/Donau hatten bereits seit Mitternacht dafür gesorgt, dass das Fahrzeug nicht weiter einsinken bzw. umstürzen konnte.