Schäferhündin "Shiva" bestand verschärften Eignungstest

(Fotos: THW)Einer der ersten Vierbeiner, der sich dem neuen - verschärften - Eignungstest für die THW-Rettungshunde-Ausbildung unterzog, ist die Schäferhündin „Shiva“, die dem Besitzer Günter Wernitz vom THW-Ortsverband Bogen gehört. Walter Schuster, Ausbilder und Fachberater bei der Fachgruppe Ortung im THW-Ortsverband Sulzbach-Rosenberg, nahm die Prüfung kürzlich auf dem Gelände des oberpfälzer Ortsverbandes ab.

Für die Ausbildung zum Rettungshund können nur Hunde vorgesehen werden, die ihrem Wesen nach dafür geeignet erscheinen. Sie müssen gesund und körperlich leistungsfähig sein sowie eine gute Nasenveranlagung haben. Sie müssen sich gegenüber Rauch, Feuer, lästigen Geräuschen und Explosionsknall unbeeindruckt zeigen.

Nach erfolgreich abgelegten Eignungstest hat der Hundeführer 24 Monate Zeit seinen Hund auf die Rettungshundprüfung vorzubereiten. Die ersten fünf Hunde des Ortsverbandes Bogen, die bereits im vergangenen Jahr den Eignungstest abgelegt haben, werden noch in diesem Jahr an der THW-Bundesschule in Hoya die nächste Hürde nehmen. Erst dann dürfen die Rettungshunde tatsächlich in den Einsatz gehen. Aus den bisherigen Erfahrungen weiß man, dass nur etwa ein Drittel diese Prüfung aufs erste Mal besteht. "Damit wird die Qualitätssicherung, hier die Einsatzfähigkeit von Rettungshundeteams, sichergestellt", unterstreicht Ortsbeauftragter Jürgen Wegener die Notwendigkeit des hohen Ausbildungsstandards.

Das Technische Hilfswerk hilft seit Jahren in Katastrophenfällen auf der ganzen Welt. Es verfügt über die dazu notwendige Ausrüstung und die geschulten ehrenamtlichen Helfer. Bei Erdbeben, Explosionen, Flugzeugabsturz, Erdrutschen usw. können verschüttete Opfer erst dann geborgen werden, wenn sie überhaupt gefunden worden sind. Das THW hat im ganzen Bundesgebiet deshalb Fachgruppen eingerichtet, die neben einem technischen Ortungsgerät auch über Rettungshunde verfügen, die im Bedarfsfall bei der Suche nach den Opfern eingesetzt werden.