Ortsverband hat mit 2008 ein "Jahr mit viel Emotionen und Gefühlen" hinter sich

Benjamin Bründl, Stefan Helmbrecht, Florian Feicht, Stefan Kötterl und Jürgen Wegener (ab 2. v. links) wurden durch Josef Feldmaier (links) und Bürgermeister Helmut Muhr (rechts) mit dem THW-Helferzeichen in Gold ausgezeichnet. (Fotos: THW)

Nach einem Tief kommt auch wieder ein Hoch. Für den Ortsbeauftragten des THW-Ortsverbandes Jürgen Wegener "haut den Standort Bogen so schnell nichts um." Nach einem Jahr vieler Emotionen und Gefühle hat sich der Ortsverband zum Ende hin wieder stabilisiert. Bei der jüngsten Dienstversammlung am Samstag wurden er und vier weitere Helfer mit dem Helferzeichen in Gold ausgezeichnet.

"Es war kein einfaches Jahr", begann Jürgen Wegener bei der Dienstversammlung anlässlich des Jahresabschlusses die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen. Es sei kein Jahr der Rekorde und besonderen Einsätze gewesen und dennoch bezeichnete er es als das "schwierigste seiner zehnjährigen Amtszeit." Zum einen habe der tödliche Unfall des Zugführers Mike Vogel zu einem traurigen Jahreseinstieg geführt. Andererseits habe eine interne, vor allem personelle Umstrukturierung zu Austritten und "Loslösungen" von Helfern geführt. Wörtlich sagte Wegener: "Auch wenn es unbequem ist, aber manchmal sich auch harte Mittel notwendig."

Demzufolge hat sich das Personalkarussell - insbesondere in der Führungsebene des Zuges - bedeutend gedreht. "Wir haben uns mit aller Gewalt gegen eine Entwicklung, die nicht zuletzt auch von außen beeinflusst wurde, gestemmt", blickte Wegener zurück. Für die Lösung der Probleme hätten sich neue Wege aufgetan, so dass sich der Ortsverband zum Ende des Jahres hin wieder stabilisiert habe. "Unsere Helfer sich momentan hoch motiviert - gemeinsam wollen wir ins neue Jahr gehen", zog der Ortsbeauftragte schließlich Bilanz.

Seit zehn Jahren Helfer beim THW: Julian Rothmann (2. v. links), Benjamin Rothmann (3. v. links) und Florian Feicht (4. v. links). Gemeinsam mit dem stellvertretenden Ortsbeauftragten Josef Feldmaier (links), Ortsbeauftragten Jürgen Wegener (2. v. rechts)Inzwischen ist er auch überzeugt: "Den Standort Bogen haut so schnell nichts um!" Nach dem "Jahr von Emotionen und Gefühlen", welches zugleich auch sehr "lehrreich" gewesen sei, folgt 2009 ein Jubiläumsjahr. Der Ortsverband kann auf ein 40-jähriges Bestehen zurück blicken.

Der zweite Bürgermeister der Herzogenstadt, Helmut Muhr, nutzte die Gelegenheit, dem Ortsverband seinen Dank auszusprechen: "Bei den größeren Veranstaltungen ist das THW immer unterstützend mit dabei!" Darüber hinaus sei es gut zu wissen, dass die Helfer immer dann zur Stelle sind, wenn Bürger in Not sind. Eine Gesellschaft, so Muhr, könne nur existieren, wenn sich Personen in Verbänden und Organisationen einbringen. Nach dem Jahr mit "Höhen und Tiefen" machte er den Helfern Mut: "Nach allem was ich inzwischen weiß, schätze ich den Ortsverband zum gegenwärtigen Zeitpunkt gesund ein."

Auch Kreisbrandrat Johann Leidl sprach den THW-Helfern Mut zu. Nach einem Bergab wendet sich das Blatt. Was das Miteinander zwischen Feuerwehr und THW anbelangt meine er: "Gott sei Dank, gehört das 'blau-rote Denken' der Vergangenheit an." Die Zusammenarbeit habe sich in den vergangenen Jahren immer besser entwickelt. Leidl ist sich auch sicher, dass durch die Errichtung der Integrierten Leitstelle eine noch bessere Verzahnung komme.

Zehn Jahre im Amt des Ortsbeauftragten, eine schwierige Anfangszeit, ein steter Aufbau des Ortsverbandes, eine Fortführung der technischen Entwicklung, räumliche Umbauten in der Unterkunft und sein Engagement für ein stärkeres Miteinander mit anderen Behörden, Einrichtungen und Organisationen hat Jürgen Wegener das Helferzeichen in Gold eingebracht. Josef Feldmaier hielt die Laudatio und überreichte ihm die Auszeichnung. Selbige Auszeichnung erhielten außerdem Stefan Kötterl, Florian Feicht, Benjamin Bründl und Stefan Helmbrecht.

Zehn Jahre beim THW sind Florian Feicht, Benjamin Rothmann und Julian Rothmann. Ihnen überreichte Jürgen Wegener gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Muhr die Jahresurkunde und das dazugehörige Abzeichen überreicht.