Neues Mannschaftstransportfahrzeug für das THW Bogen

Freuten sich über die Schlüsselübergabe des Renault Master an das THW Bogen (v.l.n.r.): Gruppenführer Florian Pilhartz, die Referatsleiterin Technik der THW-Leitung in Bonn Dagmar Klus, der Vertriebsleiter Sonderfahrzeuge der Firma WAS Matthias Quickert sowie Helfer Julian Rothmann. Foto: THW

Gut 1500 Kilometer fuhren zwei Bogener Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) von Freitag, den 4. Dezember, auf Samstag, den 5. Dezember 2015, um das neue Fahrzeug für den Ortsverband abzuholen.

Als Nikolausgeschenk brachten der Gruppenführer der zweiten Bergung, Florian Pilhartz, und der Helfer der ersten Bergung, Julian Rothmann, den nigelnagelneuen Renault Master in sein neues Zuhause, der THW-Unterkunft in der Petersgewanne 7 in Bogen / Furth. Dazu mussten die beiden einige hundert Kilometer quer durch Deutschland fahren. Auf dem Gelände der Wietmarschen Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) bei Lingen in Niedersachsen, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, fand die Schlüsselübergabe statt.

22 THW-Ortsverbände (OVs) aus ganz Deutschland erhielten am 5. Dezember 2015 dort einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW). Fabrikneu und glänzend standen diese auf dem Hof und warteten auf die neuen Besitzer. Sie sind ausgerüstet mit neun Sitzplätzen, Digitalfunk und Automatikschaltung und ausgestattet für die Kommunikations- und Einsatzlogistikeinheit des Zugtrupps im Technischen Zug.

Im Ortsverband Bogen wird der neue Renault Master vorerst das Fahrzeug des OV-Stabes, einen in die Jahre gekommenen Ford-Transit, ersetzen. Bei der Frage der Geschäftsstelle, ob er lieber diesen oder den ebenfalls schon betagten Mannschaftslastwagen (MLW oder I-Trupp) der Fachgruppe ersetzt haben möchte, entschied sich der Ortsbeauftragte Josef Feldmaier nach Rücksprache mit den Führungskräften für das Stabsfahrzeug. „Die vielen Reparaturen, die in letzter Zeit bei diesem nötig geworden sind, sprachen schon lange dafür, es auszumustern. Dass wir nun die Möglichkeit hatten, einen Ersatz dafür zu bekommen, hat uns natürlich sehr gefreut.“

Stefan Helmbrecht, Zugführer im OV Bogen, bekräftigt außerdem die Entscheidung. „Es ist ein Glücksfall für uns, ein neues Fahrzeug in unseren Fuhrpark aufnehmen zu dürfen. Der Planenaufbau des Fachgruppenfahrzeuges ist für uns aber unwahrscheinlich nützlich. Auch wenn der I-Trupp an sich bereits sehr altersschwach ist, hat er für uns noch lange nicht ausgedient, bis wir einen Ersatz dafür erhalten. Deshalb haben wir uns entschieden, das Fahrzeug des OV-Stabes auszutauschen. Erst im Gremium mit den Führungskräften werden wir vereinbaren, ob wir das bisherige Zugtruppfahrzeug, einen Mercedes Sprinter, zum Stabsfahrzeug umfunktionieren. Die Einrichtung des Führungsfahrzeuges könnte dann eventuell in den neuen Renault Master eingebaut werden. Zum Mannschaftstransport sind jedenfalls beide geeignet.“

Mit glänzenden Augen freute sich Julian Rothmann vom THW Bogen über den noch mehr glänzenden, fabrikneuen Renault Master des Ortsverbandes. Foto: Florian Pilhartz / THW Bogen

Für Florian Pilhartz und Julian Rothmann hat sich die lange Fahrt ans andere Ende Deutschlands gelohnt. „Wir freuen uns über den Neuzugang, da nimmt man doch gerne so weite Strecken in Kauf“, so Pilhartz. Die beiden Ehrenamtlichen hatten sich das Wochenende extra dafür freigehalten, ihren Kameradinnen und Kameraden den blauen „Meister“ heimzuholen. „Direkt nach der Arbeit gegen 15 Uhr sind wir am Freitag von Bogen mit unserem Sprinter losgefahren. Nach neuneinhalb Stunden Fahrzeit übernachteten wir in einem Hotel in Lingen, etwa 15 Minuten von Wietmarschen, dem Sitz der Firma WAS, entfernt. Am Samstag fand die Übergabe der 22 MTWs statt. Nach einer Ansprache der THW-Leitung wurden wir in die Fahrzeuge eingewiesen. Nach der Schlüsselübergabe und einer sehr guten Verpflegung durch den THW-OV Lingen durften wir unseren Renault Master mit heim nehmen.“
Die Helferinnen und Helfer des OV Bogen warteten gespannt auf die Ankunft des Neuen. Gegen 21:30 Uhr konnten sie die Reisenden am Samstag in der Unterkunft willkommen heißen.

Text: Johanna Fendl