Neue THW-Helferanwärter legen Prüfung ab

Die neuen THW-Helfer (v. links) Christian Kandler aus Deggendorf sowie Manuel Helmbrecht, Michaela Marré und Michael Brandl vom OV Bogen freuen sich mit dem Ausbildungsbeauftragten Michael Urban über die bestandene Prüfung. Foto: THW

Nach monatelanger Ausbildung bewiesen am Samstag die neuen Helferanwärter des Technischen Hilfswerks (THW) in Bogen ihr Wissen und Können vor den kritischen Augen der Prüfer. "Jetzt können sie im Ernstfall qualifizierte Hilfe leisten", freut sich Ortsbeauftragter Josef Feldmaier, der den erfolgreichen Aspiranten gratulierte.

Seit Januar haben die Anwärter im Rahmen einer Grundausbildung hart gearbeitet. Sie paukten in Theorie und ließen sich handwerkliches Können, das Erkennen von Gefahren und Maßnahmen im Rahmen von Rettung und Bergung vermitteln. Erst mit bestandener Prüfung können sie in den aktiven Dienst aufgenommen und im Einsatz qualifiziert helfen. "Mit dieser Prüfung wird sichergestellt, dass alle THW-Helfer im Ernstfall qualifizierte Hilfe leisten können", unterstrich auch Zugführer Johann Haas.

Um schwere Unfälle, Katastrophen oder andere Gegebenheiten erfolgreich meistern zu können braucht man in erster Linie eines: nämlich Helfer. Davon ist auch das THW nicht ausgenommen. Nicht zuletzt durch die Abschaffung des Wehrdienstes und der einhergehenden Möglichkeit eines Ersatzdienstes, haben auch die Verantwortlichen in Bogen nach Alternativen zu suchen. "Wir müssen ganz neue Wege gehen, freiwillige Helfer im Rahmen des Zivil- und Katastrophenschutzes zu finden", räumt Ortsbeauftragter Josef Feldmaier ein.

Und dennoch haben sich im vergangenen Halbjahr drei Helferanwärter der umfangreichen Ausbildung unterzogen. Auch zwei Anwärter des Nachbarortsverbandes Deggendorf wurden in die Ausbildung mit einbezogen. Am Samstag mussten sie nach Passau fahren, um dort ihre Prüfung für den Einstieg ins THW ablegen zu können. "Die beiden Ortsverbände - Deggendorf und Bogen - gingen dazu bereits im Vorfeld einen nicht immer üblichen Weg", stellt Feldmaier fest. Eine gemeinsame Ausbildung sei in der Region relativ neu, habe sich aber als sehr effizient erwiesen. Und die Krönung der Ausbildung: Vier der insgesamt fünf Anwärter haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Ein junger Mann, der aufgrund einer Körperbehinderung nur den theoretischen Teil der Prüfung ablegen wird, muss im Laufe der nächsten Wochen einen separaten Prüfungstermin wahrnehmen. "Auch Helfer, die nicht unmittelbar im Einsatzgeschehen agieren, müssen ausreichend ausgebildet sein", unterstreicht Johann Haas.

Die beiden Zugführer Roland Meier (Ortsverband Deggendorf) und Johann Haas (Ortsverband Bogen) freuen sich über die Verstärkung ihrer Teams. Der Ortsverband Bogen startet noch im Herbst mit einer weiteren Gruppe eine Grundausbildung. Jeder der sich für Technik interessiert, in Not geratenen Menschen helfen und seine Freizeit sinnvoll nutzen möchte sowie sich gerne ehrenamtlich engagieren will, kann sich am Samstag von 10.30 bis 12 Uhr in der THW-Unterkunft an der Deggendorfer Straße (Einsatzzentrum) über Einsatzmöglichkeiten sowie Aus- und Fortbildung informieren.