Neu angeschaffte Sandsackfüllmaschine ein weiterer Baustein beim Hochwasserschutz

Mit der neuen Sandsackfüllmaschine kann der THW-Ortsverband Bogen pro Stunde bis zu 1000 Sandsäcke befüllen, schließen und für den Abtransport fertig machen. (Fotos: THW)Bereits im August hatte der Vor-sitzende der THW-Helfervereinigung Bogen e. V. Johann Maurer mitgeteilt, dass für Aktivitäten des THW-Orts-verbandes zum Schutz bei Hoch-wasser eine Summe von über 10.000 Euro investiert werde. Inzwischen wurde dies auch umgesetzt. Vor wenigen Tagen trafen beim Technischen Hilfswerk (THW) eine mobile Sand-sackfüllmaschine inklusive Zubehör und ein dazu passender Anhänger ein. Im Bedarfsfall können mit dieser Anlage pro Stunde bis zu 1000 Sandsäcke abgefüllt werden. Nachdem die Maschine nicht an einem Platz fest installiert werden muss, kann sie auch direkt zum Einsatzort gebracht werden.

"Mit dieser Finanzspritze von über 10.000 Euro soll eine Investition getätigt werden, die der gesamten Region zu Gute kommt". Dies hatte Johann Maurer schon bereits in der Mitgliederversammlung der Helfervereinigung unterstrichen. Schon in der Vergangenheit hatte die Helfervereinigung dem THW-Ortsverband Bogen immer wieder dann unter die Arme gegriffen, wenn für die Beschaffung von Maschinen, Gerätschaften und Werkzeugen Mittel vom Bund nicht zur Verfügung standen. Im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr, insbesondere bei Hochwasser, wissen die Einsatzkräfte, wie wichtig es ist, schnellstmöglich eine große Menge an Sandsäcken verbauen zu können. Eine mobile Sandsackfüllmaschine, die gegebenenfalls auch direkt an den Einsatzort verfrachten kann, war ein lang ersehnter Wunsch der Helfer. Mehrere Unternehmen, darunter auch die Firmen Bogener Dachziegel, Jungmeier Dachziegel sowie die Raiffeisen- und Volksbank hatten in den vergangenen Monaten mit ihren großzügigen Spenden dazu beigetragen, dass die Helfervereinigung dem Ortsverband diese Summe zukommen lassen konnte.

"Gerade wir an der Donau sind fast alle Jahre vom Hochwasser betroffen", wissen THW-Ortsbeauftragter Jürgen Wegener und Zugführer Mike Vogel aus ihrer Praxis. Das Ansteigen des Wasserstandes in der Donau würden die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr in besonders hohem Maße fordern. Nicht nur zahlreiche unter Wasser stehende Kellerräume müssen ausgepumpt werden. Längere Streckenabschnitte an den Dämmen der Donau und deren Zuflüssen müssen mit Sandsäcken gesichert werden, um weitere Katastrophen zu verhindern. Beim Augusthochwasser 2002 wurden über eine Million Sandsäcke zum Schutz der Bevölkerung sowie von Hab und Gut verbaut.

Das Auffüllen der Sandsäcke kostete nach den Worten Wegeners in der Vergangenheit sehr viel Manpower und vor allem Zeit. Mit der Sandsackfüllmaschine, die ein effizienteres Verfüllen von Sandsäcken ermöglicht, sollen den Einsatzkräften aller Hilfsorganisationen die erforderlichen Sandsäcke zur Verfügung gestellt werden. Der Ortsverband Bogen kann damit eine komplette und ortsunabhängige Sandsacklogistik für Schadensfälle aufbauen, sowie zur Deichverteidigung ein effektives Logistikmanagement betreiben. Gemeinsam mit den Hochleistungspumpen (Vogel-Pumpen) ergibt sich daraus für den Ortsbeauftragten ein nicht unerheblicher Beitrag zur Minderung von Schäden bei Hochwasserlagen.

Nach den Worten vom Mike Vogel verfügt die Sandsackfüllmaschine über zwei Abfüllstutzen. Demzufolge können zwei Helfer gleichzeitig Sandsäcke füllen. Ein weiterer Helfer verschießt diese mit einer Spezialnähmaschine ehe sie auf auf Paletten zum Abtransport bereit stehen. Befüllt wird die Maschine zum Beispiel durch einen Radlader. Bei einer Vollauslastung können pro Stunde rund 1000 Sandsäcke abgefüllt, geschlossen und den Einsatzkräften bereitgestellt werden.