Jahresabschlussfeier des THW Bogen

Freuten sich zusammen mit den Helferinnen und Helfern über die verlängerten und neu ausgegebenen bayerischen Ehrenamtskarten: Bürgermeister Franz Schedlbauer (li.), Helfervereinsvorstand Johann Leidl (2.v.li.), OB Josef Feldmaier (4.v.li.), THW-Geschäftsführerin Marie-Luise Sandner-Wilke (3.v.re.) und KBR Albert Uttendorfer (re.). Foto: Lukas Strohmaier / THW Bogen

Mit einem aufrichtigen „Danke und Vergelt’s Gott“ von allen Seiten beging das Technische Hilfswerk (THW) Bogen traditionell am zweiten Samstag im Dezember die Jahresabschlussfeier.

Im Gasthaus Heinerl in Niederwinkling begrüßte der Ortsbeauftragte (OB) Josef Feldmaier am Samstagabend, 09. Dezember 2017, die Ehrengäste und die Mitglieder des Ortsverbandes (OV) mit Anhang.

„Das Jahr 2017 ging für mein Gefühl wieder viel zu schnell vorbei“, so Feldmaier. Das erste Halbjahr sei von mehreren Einsätzen geprägt gewesen – von dem Geflügelpesteinsatz bei Geiselhöring über drei LKW-Unfälle auf der A3 und der B20 bis hin zu einem Brandeinsatz in Straubing waren die Helferinnen und Helfer unermüdlich für ihre Mitmenschen tätig. Ein Projekt der THW-Jugend und der Familie Helmbrecht mit dem Kindergarten St. Florian erstreckte sich bis in die Sommermonate. In dieser Zeit nahmen zahlreiche Bogener THWler/innen zusätzlich an den Feierlichkeiten der umliegenden Bogener Ortsvereine teil. Während des letzten Wochenendes des Straubinger Gäubodenvolksfestes unterstützte der OV Bogen die Kameraden aus dem Landkreis Passau bei den Aufräumarbeiten und der Beseitigung der Sturmschäden. Das Herbstfest am 23. September bildete wieder den Höhepunkt des Jahreslaufes im THW Bogen. Gutes Wetter, leckeres Essen und ein buntes Programm mit Tombola lockten auch 2017 wieder zahlreiche Besucher, Freunde und Förderer des Helfervereins THW Bogen in die Unterkunft.
Dazu kamen zusätzliche Absperrmaßnahmen beim Faschingszug Bogen, der Landshuter Hochzeit und dem Straubinger Volksfest oder die Teilnahme am Bogener Volksfestauszug. Bei regelmäßigen Ausbildungseinheiten und Übungen leisteten die Helferinnen und Helfer im Jahr 2017 in etwa 8.600 Gesamtstunden. „Aber ich weiß auch, dass viele von euch häufig für das THW arbeiten, ohne die Stunden aufzuschreiben“, schmunzelte Feldmaier. Das Jahr sei also mit 478 Einsatzstunden nur gering ruhiger als die vergangenen gewesen. Auf die Jugend entfielen 2017 ca. 1.200 Ausbildungsstunden.
Außerdem bildeten sich die Helferinnen und Helfer regelmäßig an den Bundesschulen des THW fort. Darauf sei er sehr stolz, so der Ortsbeauftragte, denn das sei nicht selbstverständlich.
Nach der erfolgreichen Grundausbildung 2017 begrüßte er auch die zwei neuen Helfer/innen im OV, Stefan Altendorf und Christina Schimmeck, und wünschte ihnen eine erfolgreiche Zukunft im THW. „Allen große Anerkennung, von klein bis groß, die für unseren THW-Ortsverband Bogen daheim und auswärts bei Ausbildung, Übungen, Dienstbesprechungen, Seminaren, Einsätzen, Festen etc. in der Freizeit und damit ehrenamtlich tätig waren! Ich freue mich auf ein sicher wieder ereignisreiches neues Jahr mit euch allen!“, so Feldmaier abschließend.

Das erste Grußwort sprach der Bürgermeister der Stadt Bogen und der Bezirkstagsvizepräsident von Niederbayern, Franz Schedlbauer. „Die Weihnachtszeit ist die Zeit, um innezuhalten“, so Schedlbauer, und die Zeit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. In der Stadt Bogen und den umliegenden Gemeinden habe sich 2017 nicht viel ereignet, wo die Einsatzkräfte gefordert gewesen seien. Das THW sei aber über diesen Bereich hinaus engagiert, und deshalb natürlich öfter im Einsatz gewesen. Er lobte die gute Jugendarbeit im OV, den hohen Ausbildungsstand der Helferinnen und Helfer und gratulierte zu den bestandenen Prüfungen und Lehrgängen. Auch für das Herbstfest fand Schedlbauer lobende Worte: „Ich weiß, dass viel Vorbereitungszeit dahinter steckt – aber es zeigt auch, wie gut das THW Bogen in die Vereinslandschaft Bogens eingebunden ist“. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Kräfte der vielen verschiedenen Organisationen seien zahlreiche Veranstaltungen der Stadt, wie der Faschingszug in Bogen, nicht zu schultern, so der Bürgermeister weiter. Als kleine Anerkennung für die in der Freizeit geleistete Arbeit sehe er die bayerische Ehrenamtskarte. Zusätzlich überreichte Schedlbauer eine kleine Spende für den Helferverein als persönliches Dankeschön.

Kreisbrandrat (KBR) Albert Uttendorfer bedankte sich für die Einladung zur Jahresabschlussfeier mit den Worten: „Ich komme sehr gern zu euch“. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und THW sei hervorragend, so Uttendorfer weiter. Es freue ihn auch, dass einer seiner Kreisbrandinspektoren heute als „Anhängsel“ seiner Frau anwesend sei, die aktiv im THW tätig ist. Die Vernetzung funktioniere also auf allen Ebenen, stellte er fest. Der KBR lobte den guten und konstruktiven Kontakt vor allem zu Josef Feldmaier, aber auch den Ausbildungsstand des OV Bogen. „Das THW kommt immer dann, wenn wir von der Feuerwehr nicht mehr weiterkommen“, so Uttendorfer wörtlich. Die Organisationen ergänzen sich, da nicht alle für alle Fälle gerüstet sein könnten. „Wenn ich sehe, was hier für eine große Menge an Erfahrung sitzt“, so der KBR, so könne er nur staunen und danke sagen für die gute Zusammenarbeit. Auch die Jugendarbeit sei sehr gut im OV Bogen. „Hier sitzen lauter Diamanten, die durch Ausbildung geschliffen werden und wurden“, lobte er.
Als besonderen Dank überreichte Albert Uttendorfer an OB Josef Feldmaier einen handgeschnitzten Heiligen Florian aus seiner Urlaubsregion Südtirol.

Auch Marie-Luise Sandner-Wilke, die Geschäftsführerin des THW-Geschäftsführerbereiches Straubing, dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Vor allem auch bei den größeren, teils internationalen Übungen wie die „IPA Floods“ bei Deggendorf im Frühjahr 2017 hätten die Bogener Helferinnen und Helfer unter anderem auch beim THW-Landesverband Bayern einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Besonders bedankte sie sich bei Josef Feldmaier, dessen Auszeichnung mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz beim dritten Versuch nun endlich gewürdigt werden konnte. Leider verhinderten dies zum einen diverse Krankheitsfälle in der Geschäftsstelle zur Jahresabschlussfeier im vergangenen Jahr als auch der hohe Lärmpegel bei der Überreichung im Rahmen des Herbstfestes 2017. „Doch nun kann ich dir danke sagen“, so Sandner-Wilke, „für deinen unermüdlichen Einsatz für das THW, deine Vorbildfunktion für deine Helferinnen und Helfer, für deine Art Mensch und dein ruhiges Wesen.“ Auch Feldmaiers Familie mische nun mit im THW, das freue sie besonders.
Die Geschäftsführerin überbrachte außerdem die Grüße und das Danke der gesamten Geschäftsstelle, des Landesverbandes Bayern und der THW-Leitung.

„Ohne euch wäre der OV auch nicht das, was er ist“, gab Josef Feldmaier die Lobesworte an seine Mannschaft weiter und bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit.

Im Anschluss an die Grußworte erhielten einige Helferinnen und Helfer die Folgekarten der bayerischen Ehrenamtskarte, die Anfang Dezember im Landratsamt im  Rahmen einer feierlichen Veranstaltung übergeben worden waren. Neue Karten erhielten außerdem Susanne Huber, Dominik Peschke, Florian Pscheidl, Christina Schimmeck und Jonas Strohmaier.

Mit einem Minifeuerwerk wurde das reichhaltige Nachspeisenbuffet im Gasthaus Zum Heinerl in Niederwinkling eröffnet. Foto: Jonas Strohmaier / THW Bogen

Nach dem hervorragendem Essen und dem riesigen Nachspeisenbuffet mit Minifeuerwerk präsentierten der OB und die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Johanna Fendl, den Jahresrückblick in Bildern. Lustiges, Bewegendes, Eindrucksvolles und Amüsantes aus den Ausbildungen, Übungen, Einsätzen und Veranstaltungen des Jahres 2017 rundeten die Feierlichkeit ab.


Text: Johanna Fendl