Innenminister Beckstein gewinnt Eindruck von Bogens THW-Rettungshunden

Innenminister Beckstein (links) informierte sich bei den Rettungshundeführern über Ausbildung und Einsatzmöglichkeiten von Rettungshunden. (Fotos: THW)Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein konnte am Samstag in Wörth/Donau einen Eindruck über die Rettungshunde der Fachgruppe Biologische Ortung beim THW-Ortsverband Bogen gewinnen. Im Rahmen einer Übergabe von Schmutzwasserpumpen an zwölf bayerische THW-Ortsverbände hatten die Bogener Helfer die Gelegenheit erhalten, Minister Beckstein über die Aufgaben von Rettungshunden im THW zu informieren. Dabei erfuhr dieser, dass die speziell für die Suche von verschütteten und vermissten Personen ausgebildeten Vierbeiner in der Regel nicht selten überregional zum Einsatz kommen. Das THW hatte kurz vor Jahreswechsel unter anderem auch Rettungshunde nach Südostasien geschickt um dort verschüttete Tsunami-Opfer zu finden..

Beim THW-Ortsverband Bogen werden zur Zeit in der Fachgruppe Biologische Ortung fünf Hunde samt ihrem Frauchen bzw. Herrchen ausgebildet. Sind Personen unter Trümmern z.B. nach Gebäudeeinstürzen, Explosionen, Flugzeugabstürzen, Zugunglücke oder nach Erdbeben verschüttet, so kommt der Trümmersuchhund mit seinem Hundeführer zum Einsatz. Der Suchhund lässt sich aufgrund seiner hochentwickelten Geruchsorgane bei der Sucharbeit weder von den anderen Gerüchen, Rauch und Lärm oder durch Geräte der Rettungsmannschaften ablenken. Der Trümmersuchhund zeigt seinem Hundführer durch Bellen die Stelle an, wo die Rettungsmannschaften mit der Rettung der verschütteten Person beginnen sollen.

Machten sich einen Eindruck von den THW-Rettungshunden: MdL Sylvia Stiersdorfer, Innenminister Dr. Günther Beckstein, THW-Referatsleiter Dirk-Hubertuns Bosse, Wörths Ortsbeauftragter Thomas Heiss und THW-Landesbeauftragter Dietmar Löffler (v. l. n. r.).Damit, so wurde Innenminister Dr. Günther Beckstein erklärt, komme auf dieses Team eine große Verantwortung zu. Nur eine intensive Ausbildung könne dieser Anforderung gerecht werden. Darüber wollte der Minister schließlich mehr wissen. Er erfuhr von den Hundeführern, dass bei der Ausbildung neben Trümmerkunde und Baustatik auch der Transport von Personen aus Schadenstellen, das Retten aus Trümmern, Abstützen und Sichern von einsturzgefährdeten Bauwerken und Bauwerksteilen, verschiedene Abseiltechniken usw. vermittelt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ortung mit dem elektronischen Ortungsgerät. Es handelt sich hierbei gewissermaßen um den "elektronischen Rettungshund ohne Nase". Was für den Rettungshund die Nase ist, das sind beim Ortungsgerät die hochempfindlichen Geophone, mit denen selbst leiseste Geräusche von verschütteten Personen (Kratzen, Scharren) auch durch meterdicken Trümmerschutt hörbar gemacht werden können.

Neben dem Innenminister nutzten am Samstag auch der THW-Landesbeauftragte Dietmar Löffler und Referatsleiter Dirk-Hubertus Bosse die Möglichkeit einen Teil der Bogener Rettungshundeführer samt ihren Vierbeinern persönlich kennen zu lernen. Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Ortsverband Bogen einen neuen Hundetransportanhänger erhalten, der für insgesamt sechs Vierbeiner Platz bietet. Nach der Visite hieß es von Seiten der THW-Landesführung lobend: „Es ist schön zu sehen, dass diese Investition gut angelegt ist.“ Die Helfer der Fachgruppe kommen mit ihren Vierbeinern in der Regel alle zwei Woche zur Ausbildung zusammen, trainieren unter anderem in der THW-Unterkunft an der Deggendorfer Straße, auf einer nahe gelegenen Bauschuttdeponie oder auf dem Übungsplatz der Bundeswehr. Im Herbst werden die ersten Hunde die Prüfung für die Trümmersuche ablegen.