Hochwasser hielt im August 2005 Bayern in Atem

THW-Helfer bei der Kläranlage Bogen. (Fotos: THW)Bogen, Straubing und an der Donau liegenden Orte können aufatmen. Nach fast einer Woche ständig steigender Pegel an bayerischen Flüssen, darunter auch der Donau, konnte am Samstagmittag (27.08.2005) Entwarnung gegeben werden. Der Pegelhöchststand war am Freitag, 16 Uhr, in Straubing auf 6,50 m angestiegen, fiel aber am Samstag 9 Uhr bereits wieder auf nunmehr 6,00 m. Das Hochwasser geht also ziemlich rasch zurück, so dass keine Maßnahmen mehr zu treffen sind. Das Hochwasser im August 2002 hatte Straubing und Umgebung mit 7,49 Meter das Fürchten gelernt.

Zum Einsatz in Bogen kam auch die leistungsstarke Vogelpumpe.Der Einsatzstab der Stadt Straubing und des Landkreises Straubing-Bogen wurde am Samstagmorgen bereits aufgelöst. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr führten am Samstagvormittag letztmals eine Dammbegehung durch. 

Die ganze Nacht über waren die Helfer damit beschäftigt, in der Kläranlage Wasser abzupumpen.Bereits am Samstagmittag beginnen die Hilfsorganisationen, darunter auch das THW mit den Aufräumarbeiten. Das Hochwasser hat im Bereich der Stadt Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen nach dem derzeitigen Kenntnisstand keine größeren Sachschäden verursacht.

In Eschenlohe hieß es 'Land unter Wasser'.Bogener THW-Helfer die Nacht über in der Kläranlage

Zahlreiche Häuser mussten evakuiert werden.Einige Helfer des THW-Ortsverbandes Bogen mussten in der Nacht zum Samstag jedoch auf ihren Schlaf verzichten. Kurz nach 21 Uhr wurden sie wegen einer Überflutung in der Bogener Kläranlage alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit trafen sie dort mit einer der im OV vorhandenen Vogelpumpe ein. Wie Zugführer Mike Vogel feststellen musste, war der auf dem Gelände der Grundwasserspiegel so hoch angestiegen, dass eines der Klärbecken überlief. Mit der Pumpe und rund 150 Meter Rohrnetz konnte dem Problem schnell entgegengetreten werden. Dennoch dauerte es bis in die Vormittagsstunden, ehe Entwarnung gegeben werden konnte.

THW-Helfer pumpten Keller aus ...Hornbach - ein Unternehmen zeigt großartige Hilfsbereitschaft

... und bauten mit Sandsäcke künstliche Staudämme.Ortsbeauftragter Jürgen Wegener sagt der Firma Hornbach herzlichen Dank! Der Baumarkt hatte sich bereiterklärt, insgesamt 30.000 Stück Sandsäcke kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Das Arbeiten am Ufer ist für die Helfer nicht ganz ungefährlich.