"Erste Hilfe" für Brachsen und Karpfen: Unterstützung nach großem Fischsterben in Reibersdorf

Lagebesprechung mit Bürgermeister Alfons Schießwohl (2. v. links) und Zugführer Mike Vogel (rechts) (Fotos: THW)Zur Rettung einer Vielzahl von Fischen, die in einem Altwasser der Donau bei Reibersdorf an Sauerstoffmangel zu verenden drohten, musste schnell etwas unternommen werden. Wie bereits berichtet, holten Bauhofmitarbeiter der Gemeinde Parkstetten am Freitag zwischen 600 und 800 tote Fische, vorwiegend Brachse aus dem Wasser. "Erste Hilfe" leistet am Samstag auch das THW Bogen. Bürgermeister Alfons Schießwohl hatte die Helfer um Unterstützung gebeten. Mit der sogenannten Vogel-Pumpe wurde innerhalb kürzester Zeit eine größere Menge Frischwasser in den Tümpel gepumpt.

Zugführer Mike Vogel (rechts) und Georg Hilmer (links) richten die Rohrleitung aus.Mindestens zehn Zentner verendete Fische mussten am Freitag aus dem Altwasser herausgeholt werden. "Und es wären noch mehr geworden", sagte am Samstag Bürgermeister Alfons Schießwohl, hätte er nicht sofort gehandelt. Nachdem er seine Mitarbeiter vom Bauhof kurz vorm Wochenende noch 600 bis 800 Fische bergen ließ, deutete alles darauf hin, dass die Zahl der toten Tiere noch erheblich ansteigen würde, sofern niemand etwas unternehme. Noch am Freitag alarmierte er das THW in Bogen, denn der dortige Ortsverband verfügt über eine sogenannte Vogel-Pumpe, die mit einer Förderleistung von 900.000 Liter Wasser pro Stunde demzufolge innerhalb kürzester Zeit eine größere Menge Frischwasser in den Tümpel pumpen kann.

Georg Hilmer betreut das Aggregat der Vogel-Pumpe.Gleich am Samstagmorgen rückten die Helfer aus Bogen unter der Leitung von Zugführer Mike Vogel an und bauten eine etwa 80 Meter lange Förderleitung von der Donau hin zum Altwasserbecken auf. Nur wenige Minuten nachdem die ersten Spritzer Frischwasser in das sauerstoffarme Gewässer flossen, tummelte sich auch schon eine Vielzahl von Fischen unmittelbar am Einsatzort. "Für die kommt die Hilfe nicht zu spät", meinte Bürgermeister Schießwohl vor Ort und deutete auf die Fische, die in immer größerer Anzahl in Richtung Frischwasser heranschwammen.

Am Nachmittag traf dann auch der Berufsfischer Johann Maier ein. Gemeinsam mit einigen Helfer - auch Bewohnern aus Reibersdorf - wurden über 20 Zentner Fische in die Donau umgesetzt. Theo Kosollek, der am Donnerstagabend die Polizei von dem Fischsterben informiert hatte, war bei dieser Umsetzaktion tatkräftig mit dabei. "Wir holten nicht nur Brachsen und Karpfen heraus", stellte er fest, denn auch Waller, Aale und sogar ein Hecht hatte sich in dem Altwasser aufgehalten.