Dachstuhl des Landratsamtes durch Brand zerstört - Mehrere Ortsverbände im Einsatz

(Fotos: THW)In der Nacht zum Dienstag brannte ein Teil des Dachstuhls beim Landratsamtes Straubing-Bogen nieder. Durch den Brand wurde der gesamte Dachstuhl des Altbaus zerstört. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, da die Löscharbeiten auch nach acht Stunden noch nicht abgeschlossen sind. Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen weit über eine Million Euro betragen. Bei den bisherigen Löscharbeiten wurde keine Person verletzt. Neben der gesamten Straubinger Feuerwehr sind auch mehrere Ortsverbände des Technischen Hilfswerks vor Ort.

Eine Nachbarin des Landratsamtes teilte am Montag gegen 23.40 Uhr der Polizei in Straubing mit, dass Rauch und Flammen aus dem Dach des Gebäudekomplexes beim Landratsamtes Straubing-Bogen aufsteigen würden. Das Landratsamt des Landkreises Straubing-Bogen befindet sich in der Leutnerstraße. Als die Feuerwehr kurz nach der Alarmierung am Unglücksort eintraf, stellten sie ein offenes Feuer und Rauch am Dach fest. Den Einsatzkräften gelang es nicht, die etwa 20 Quadratmeter große Dachfläche zu löschen. Im Gegenteil: Das Feuer breitete sich immer stärker aus und hatte bald die gesamte Dachkonstruktion des Altbaus eingenommen. Immerhin gelang der Feuerwehr ein Übergreifen auf den Neubau zu verhindern.

Die Löscharbeiten gestalten sich äußerst schwierig, da das Dach mit Blech verkleidet war. Der Brand hat sich großflächig unter dem Blechdach ausgebreitet und konnte mehrere Stunden lang nicht vollständig gelöscht werden. Mit Hilfe eines Autokranes wurde das Blechdach von der Holzkonstruktion gerissen, um an den Brandherd zu gelangen.

Neben zahlreichen Einsatzkräften der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und des Rettungsdienstes waren auch der Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Alfred Reisinger, und der Oberbürgermeister der Stadt Straubing, Reinhold Perlak, an der Brandstelle und sprachen mit dem Leiter der Polizeidirektion, Anton Scherl, die weiteren Maßnahmen vor Ort ab. Der Dachstuhl des Altbaus wurde durch den Brand vollständig zerstört. Der Schaden wird nach ersten Schätzungen auf weit mehr als eine Million Euro geschätzt. Angaben zur Brandursache sind noch nicht möglich. Personen wurden bei dem Brand bisher nicht verletzt.

Für die Löschzüge der Straubinger Feuerwehr wurde Großalarm ausgelöst. Etwa 100 Feuerwehrfrauen und -männer waren unter Leitung von Stadtbrandrat Rainer Heimann und Stadtbrandinspektor Stephan Bachl zur Brandbekämpfung eingesetzt. Zur Unterstützung wurde auch das Technische Hilfswerk angefordert. Vor Ort waren dann die Ortsverbände Straubing, Bogen, Mallersdorf, Wörth und Regensburg. Die THW-Helfer unterstützten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit verschiedenem Gerät, wie etwa weiteren Schneidegeräten, Atemluftflaschen und zusätzlichen Beleuchtung.

Wie es von Seiten des Landratsamtes gleich morgens hieß, sei der Dienstbetrieb des Landratsamtes Straubing-Bogen nur eingeschränkt möglich. Die Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, die Dienstgeschäfte auf andere Tage zu verlegen. Die Zulassungsstelle, das Amt für Jugend und Familie, das Sozialamt und das Bauamt sind jedoch wie gewohnt erreichbar. Das Ausländeramt und das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung war gestern ganztägig geschlossen..