Bei Hüttenwochenende diskutierten Helfer über die aktuelle Situation im THW

Bei einem Besuch im Zwieseler Waldmuseum konnten Ortsbeauftragter Jürgen Wegener (rechts) und die Helfer viel über die Holz, Bäume und den Wald erfahren. (Fotos: THW)"Das Technische Hilfswerk (THW) als effektive Katastrophen-schutzorganisation", "THW als attraktive Freizeitbeschäfti-gung" und "Helfen im Team" - das war nur einige Themen, die von den Helfern des THW-Ortsverbandes Bogen beim Hüttenwochenende in der Seebachtal-schleife diskutiert wurden. Von Freitag bis Sonntag verbrachten sie die Zeit in einer Hütte in der Nähe von Bayerisch Eisenstein, unternahmen Exkursionen und besuchten den Nachbarortsverband Regen.

Zum ersten Mal organisierte der Ortsverband Bogen für seine Helfer ein Hüttenwochenende. Im Mittelpunkt standen nicht etwa der Umgang mit den Maschinen und Geräten. Dieses Mal sollte das Treffen einen anderen Charakter haben: der Teamgedanke. "Die Helfer sollen die Zukunft des Ortsverbandes aktiv mitgestalten", meint dazu Ortsbeauftragter Jürgen Wegener. Die Anforderungen an das THW - und damit auch an die Helfer - hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Schadensszenarien erfordern zusätzliche Geräte, aber auch neue Methoden, schnell und effektiv helfen zu können. Daher setzt der Ortsverband Bogen seit einigen Monaten auf die Diskussion mit den ehrenamtlichen Helfer, um über die Zukunft des THW und die Vorstellungen von einer modernen Bundesanstalt zu sprechen. Wichtig ist es für Wegener, dass "das THW in der Öffentlichkeit noch stärker als Spezialist und Partner im Bevölkerungsschutz wahrgenommen werde".

Damit es in der Hütte schön warm werden konnte, mussten die Helfer selbst dafür sorgen, dass ausreichend Holz vorrätig war.Die Helfer nutzten die Gelegenheit. Während draußen schmuddliges Herbstwetter herrschte, saßen die THWler in der Hütte rund um den warmen Ofen, in dem das brennende Holz knisterte. In einer lockeren Atmosphäre fassten sie die aktuelle Situation des Ortsverbandes zusammen. Von diesem "Status Quo" ausgehend überlegten sie, welche Aufgaben in Zukunft zusätzlich auf das THW zukommen werden, angefangen von klimabedingten Schadenslagen - sowohl im In- als auch im Ausland - bis hin zu Ereignissen, die aufgrund von Terroraktionen entstanden.

Einig waren sich die Helfer darin, dass THW nicht nur in seiner Struktur und Organisation strategisch und zukunftssicher ausgerichtet werden müsse. Schwerpunkt sei deshalb in nächster Zeit vor allem auch die Ausbildung. "Sie muss an die unterschiedlichsten Schadenslagen angepasst werden", fasste Wegener zusammen.

Diese Art der Einbindung der Helfer in wichtige Entscheidungen des Ortsverbandes wollen Jürgen Wegener und Zugführer Mike Vogel auch in Zukunft forcieren. Das Hüttenwochenende sehen beide nicht als ein einmaliges Erlebnis. "Das THW muss sich permanent an den neuen Herausforderungen stellen", unterstreicht Wegener die Notwendigkeit. Daher denke die Führung im Ortsverband auch darüber nach, dass so ein Hüttenwochenende im jährlichen Rhythmus eingeplant werde. Dabei sollen auf dem Programm neben Diskussionen auch Fortbildung und Geselligkeit stehen.

Zwischendrin machten die THW-Helfer einen Abstecher nach Zwiesel, wo sie das Waldmuseum und die erste Zwieseler Dampfbierbrauerei besichtigten. Außerdem statteten sie dem Nachbarortsverband Regen einen Besuch ab. Der OV Regen verfügt über die Fachgruppe "Logistik-Verpflegung". Ortsbeauftragter Uwe Resch führte die Gäste durch die Unterkunft, zeigte ihnen die "Großküchen"-Ausstattung" und erzählte über aktuellen Einsätzen. Zeitgleich war der Ortsverband in eine Allroud-Show eingebunden. Dabei hatte das THW nicht nur die Verkehrsregelung übernommen. Auf dem Parcour mussten die Helfer hin und wieder festgefahrene Fahrzeuge befreien.