Behördenvertreter und Feuerwehrführung überzeugen sich von Leistung der neuen THW-Sandsackabfüllmaschine

Bürgermeister Franz Schedlbauer (3.v.l.) konnte sich ein detailliertes Bild über die Vorgänge beim Befüllen der Sandsäcke machen. (Fotos: THW)"Schön, dass man in ein angespannten oder gefährliche Situation darauf zurückgreifen kann". Damit meinte Bürgermeister Franz Schedlbauer die mobile Sandsack-füllmaschine des THW-Ortsverbandes Bogen. Am Samstag wurde die neueste Anschaffung Behördenvertretern und Führungskräften der Feuerwehren, darunter auch Kreisbrandrat Johann Leidl, vorgestellt. Neben den Hochleistungspumpen hat das THW mit der Sandsackfüllmaschine eine weitere wichtige Komponente zur Gefahrenabwehr bei Hochwasser.

Mit einer Spezialnähmaschine werden die Sandsäcke in wenigen Sekunden verschlossen.Wie der stellvertretende Ortsbeauftragte Josef Feldmaier sagte, fordere das Ansteigen des Wasserstandes in der Donau und in den Nebenflüssen, aber auch bei Oberflächenhochwasser aufgrund starker Regenfälle die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr in besonders hohem Maße. Teils müssten längere Streckenabschnitte an den Dämmen der Donau und deren Zuflüssen mit Sacksäcken gesichert werden, um weitere Katastrophen zu verhindern. Manpower allein reiche oft nicht aus, denn das Einfüllen und das Verbauen der Säcke erfordere manchmal tagelange Knochenarbeit der Helfer. Schneller und leichter könne jetzt das Verbaumaterial mit der neuen Sandsackfüllmaschine den Einsatzkräften vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Feldmaier bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei den großzügigen Spendern, die diese Investition von über 10.000 Euro ermöglichten.

Diesem Dank schloss sich auch Bürgermeister Franz Schedlbauer an. "Für die Sicherheit unserer Bürger ist diese Anschaffung ein wertvoller Beitrag", sagte das Stadtoberhaupt. Obwohl die Stadt in den vergangenen Jahren bereits viel Geld für Baumaßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzes ausgegeben habe, sei es beruhigend zu wissen, dass man im Bedarfsfall auf die Einsatzkräfte des THW und der Feuerwehr samt ihren Gerätschaften zurückgreifen könne. Wörtlich sagte Schedlbauer: "Die Sandsackfüllmaschine ist eine wesentliche Erleichterung in einer angespannter Lage".

Die Maschine wird im Einsatz mit einem Bagger oder Lader mit Sand aufgefüllt.Wenn alle Voraussetzungen optimal sind, können nach Aussage von Zugführer Mike Vogel bis zu 1000 Säcke mit Sand gefüllt werden. "Unser Know how, unsere Hochleistungspumpen und unsere Manpower waren in der Vergangenheit bereits ein wichtiger Garant bei der Bekämpfung der Schadenslagen im Zusammenhang mit dem Hochwasser", erklärte er gegenüber den rund 30 Gästen. Mit der neuen Sandsackfüllmaschine würde das THW einen weiteren Beitrag zur Minderung von Schäden in Hochwassersituationen leisten. Das Abfüllen der Sandsäcke mit Schaufeln gehöre damit der Vergangenheit an und den Einsatzkräften an den Deichen und Dämmen stünden die Sandsäcke schneller zur Verfügung. Das neue Gerät hat einen weiteren Vorteil. Es ist nicht an einem bestimmten Ort fest installiert, sondern könne innerhalb kürzester Zeit an jeden belieben Einsatzort verfrachtet werden.

Während einer Vorführung der Sandsackfüllmaschine konnten die Behördenvertreter - unter ihnen auch der Leiter der Polizeiinspektion Bogen Polizeihauptkommissar (PHK) Alfons Kreipl und sein Kollege von der Autobahnpolizeistation Kirchroth, PHK Alfed Schemp, sowie Vertreter der Sponsoren den Arbeitsablauf verfolgen. Gemeinsam mit den Führungskräften der Feuerwehren konnten sie sehen, wie der Sand in die Maschine gekippt wird, die Helfer an zwei Abfüllstutzen die Säcke füllen, ein weiterer Helfer die Säcke mit einer speziellen Nähmaschine verschließt und die Säcke anschließend auf einer Palette für den Abtransport gestapelt werden. Wie Vertreter der Feuerwehren bestätigten war es für sie wichtig zu sehen, wie leistungsfähig dieses Gerät ist, denn bei Hochwassereinsätzen, käme es wirklich darauf an, schnellstmöglich Sandsäcke zu bekommen. Außerdem würden Hochwassereinsätze oft über Tage hinweg andauern. Jede zusätzliche Arbeitserleichterung würde für alle Einsatzkräften wertvoll sein.

Zugführer Mike Vogel (links) und der stellvertretende Ortsbeauftragte Josef Feldmaier (4. v. links) gemeinsam mit Kreisbrandrat Johann Leidl, Bürgermeister Franz Schedlbauer, Bauunternehmer Ludwig Hilmer und Bogens Feuerwehrkommandant Johann Hambach vor der neuen Sandsackfüllmaschine des THW-Ortsverbandes Bogen.