Anwärter legen nach monatelanger harter Ausbildung Basis-1-Prüfung ab

Zugführer Daniel Wasl (links), Ausbildungsbeauftragter Florian Pillharts (2. v. l.) und Ortsbeauftragter Jürgen Wegener (rechts) freuen sich gemeinsam mit Dominik Peschke, Christian Rainer und Markus Scherm über die bestandene Prüfung. (Fotos: THW)Hochwasser, Sturmschäden, Gasexplosion - das sind nur wenige Szenarien für die die Helfer des Technischen Hilfswerks bereit sein müssen. Um dies gewährleisten zu können, ist eine sehr umfangreiche Ausbildung erforderlich. Beim Ortsverband Bogen wurden in den vergangenen Monaten wieder mehrere Helfer auf diese Anforderungen hin ausgebildet. Im Vilshofen legten Dominik Peschke, Christian Rainer und Markus Scherm ihre Prüfung in Theorie und Praxis mit Erfolg ab.

"Wir helfen immer dann, wenn unser Können und unsere technisch hochwertige Ausstattung benötigt werden, um die Folgen von Katastrophen und größeren Schadensereignissen oder schweren Unfällen zu bewältigen." Gemäß diesem Motto starteten Dominik Peschke, Christian Rainer und Markus Scherm die Ausbildung Basis 1. Auf Anhieb haben sie in einer Prüfung die Anforderungen sowohl in Theorie, als auch in der Praxis mit Bravour bestanden. Für den Ortsbeauftragten Jürgen Wegener, dem Zugführer Daniel Wasl und dem Ausbildungsbeauftragten Florian Pilhartz bedeutet dies: "Hier wie dort sind die Frauen und Männer in ihren blauen Fahrzeugen ein Garant für effektive Hilfe."

Die Ausbildung der ehrenamtlichen THW-Helferinnen und -Helfer orientiert sich an einsatztaktischen Forderungen: "Unsere zahlreichen Ehrenamtlichen werden den verschiedenen Fachgruppen zugeteilt und ausgebildet. Inhalt, Intensität und Systematik der Ausbildung sind der THW-Struktur angepasst und nutzen die beruflichen Fähigkeiten", so Jürgen Wegener. Über Monate hinweg wurden die Aspiranten auf die Prüfung hin vorbereitet. "Es wurde ein allgemeines Wissen über den Katastrophenschutz, das Technische Hilfswerk als eigene Organisation, das Einsatzgeschehen sowie eine einheitliche Befähigung im Umgang mit den Werkzeugen und Geräten vermittelt", resümierten Daniel Wasl und Florian Pilhartz. Nur so würden sie in die Lage versetzt werden können, mit der technischen Ausstattung umzugehen. "Das Ziel wird nur dann erreicht", so weiß Jürgen Wegener aus seiner langjährigen Erfahrung, "wenn bei den Helferinnen und Helfern ein allgemeines Verständnis für die Arbeit im THW vorhanden ist." Und darüber brauchte sich die Führung beim Ortsverband Bogen nicht zu beklagen.

"Die Teilnehmer sind hoch motiviert an die Prüfung herangegangen", sagten Wegener und Wasl noch am selben Tag. "Unsere Hauptaufgabe ist die Technische Hilfe", so Jürgen Wegener. Mit Technik und Verstand würden die Angehörigen des THWs Menschen und Tiere aus Gefahrenlagen retten bzw. bergen und bedrohte Sachwerte in Sicherheit bringen. "Wir überbrücken vorübergehend ausgefallene Versorgungseinrichtungen, leisten Räumarbeiten und richten Wege und Übergänge her", ergänzte dazu Daniel Wasl. Hinzukomme, dass das THW im Rahmen seiner überörtlichen Einsatzstruktur auch die lokalen Kräfte anderer Hilfsorganisationen und von Behörden auf vielfältige Weise unterstütze.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, dem THW als aktiver Helfer beizutreten, an der Grundausbildung teilzunehmen und die Prüfung zu absolvieren? Die Interessenten müssen unter anderem das 17. Lebensjahr vollendet haben und noch nicht 60 Jahre alt sein, die erforderliche Tauglichkeit besitzen, ihren ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, für den Dienst im THW zur Verfügung stehe und sich zum demokratischen Rechtsstaat bekennen.

Am Mittwoch beginnen um 19 Uhr bereits zehn weitere Anwärter ihre Basisausbildung. Weitere Interessenten können sich um 18 Uhr in der THW-Unterkunft, Deggendorfer Str. 10a., kurzfristig noch anmelden.