190 Bogener ließen sich anzapfen - darunter auch elf THW-Helfer

Stefan Kötterl war einer der THW-Helfer, der sich zum wiederholen Mal einen halben Liter Blut für das Allgemeinwohl abzapfen ließ. (Fotos: THW)Als der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes aufrief, einen halben Liter Blut für die Lebensrettung zu spenden, kam auch bei den THW-Helfer die Idee, sich zusätzlich zu engagieren. Einige der Helfer hatten sich in der Vergangenheit schon zum Allgemeinwohl "anzapfen" lassen. Nun ließen sich auch THW-ler zum Erstspenden animieren. Und wie zu erfahren: Diese "Ersttäter" wollen sich auch zukünftig die Nadel setzen lassen.

Auf mehrfachen Wunsch der Helfer hatte sich der OV-Stab beim BRK-Blutspendedienst erkundigt, wann der nächste Blutspendetermin in Bogen stattfinden sollte. Am Dienstag, 24. Oktober war es wieder so weit. Da an diesem Abend sowieso der Großteil der Helfer in der Unterkunft war (weil sie Dienst hatten), bat es sich an, einen „kurzen Abstecher“ zu den Nachbarn (BRK) zu machen.

Premiere für Truppführer Benjamin Rothmann. Obwohl er nicht genau wusste, was auf ihn zukommen werde, stellte er sich für die Gute Sache zur Verfügung.Dazu war im Vorfeld aktuell vom Blutspendedienst des BRK ein dringender Aufruf publiziert worden: Demzufolge hatte der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) in jüngster Vergangenheit einen massiven Spendenrückgang verzeichnet müssen. "Die Reserven sind sehr knapp", so hieß es vom Blutspendedienst.

In den letzten Tagen war das Blutspendeaufkommen drastisch gesunken: pro Tag verzeichnet der Blutspendedienst rund 400 Spenderinnen und Spender weniger bei seinen Terminen. Damit wächst die Gefahr, den täglichen Bedarf von rund 2.300 Blutkonserven für die Patienten in den bayerischen Kliniken, die vom BSD ihre Blutkonserven beziehen, nicht mehr decken zu können. Die Blutreserven sind sehr knapp. Als Ursache für den Rückgang sieht der Blutspendedienst des BRK das verlängerte Wochenende im Zusammenhang mit dem Tag der deutschen Einheit, das viele Menschen für eine Kurzreise nutzten und damit für eine Blutspende nicht zur Verfügung standen. Der aktuelle Mangel könnte dazu führen, dass geplante Operationen, besonders bei Blutgruppe 0, zugunsten einer Nofallversorgungverschoben werden müssen.

Deshalb ruft der BSD dringend zur Blutspende auf: Nahezu flächendeckend veranstaltet er Termine in ganz Bayern. Blutspenden kann im Grunde jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender nur bis zum 60.Geburtstag).