17 Tonnen Cola-Dosen über die Autobahn verteilt

Rund 17 Tonnen Cola-Dosen hat am Freitagabend ein 51-jähriger Sattelzugfahrer auf der Autobahn A3 zwischen Bogen und der Rastanlage Bayerischer Wald verloren. Mehrere Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die zum Größtenteil beschädigten Dosen von der Straße zu räumen und abzutransportieren.

Der Lkw-Fahrer einer ungarischen Spedition sollte die rund 24 Tonnen schwere Fracht von Österreich in die Niederlande bringen. Zwischen der Anschlussstelle Bogen und dem Rastplatz Bayerischer Wald kam er jedoch kurz vor 20 Uhr von seiner Fahrspur ab und touchierte die Leitplanke.

Beim Gegenlenken schaukelte sich allerdings der Auflieger mit der Ladung so stark auf, dass die Ladungssicherung versagte und ein Großteil der Cola-Dosen auf der Fahrbahn landete. Der Auflieger wurde ebenfalls beschädigt, sodass eine Weiterfahrt in diesem Zustand nicht mehr möglich war.

Die Ladung lag über die Standspur und die beiden Fahrspuren verteilt. Deshalb musste die Autobahn kurzzeitig komplett gesperrt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Hunderdorf räumte die Überholspur so weit frei, dass der Verkehr - wenn auch eingeschränkt - wieder passieren konnte. Die Absicherung der Einsatzstelle erledigten bis zum Eintreffen der Autobahnmeisterei ebenfalls die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit ihrem Verkehrssicherungssystem.

Fotos: THW BogenDie Dosen wurden mit einem Radlader und Helfern des Technischen Hilfswerk (THW) Bogen auf andere LKWs verladen und weggebracht. Der am Auflieger entstandene Schaden wurde für eine Weiterfahrt zur nächsten Werkstatt vom THW mit entsprechendem Gerät und Material gesichert. Weil sich die Verladeaktion über mehrere Stunden in die Dunkelheit erstreckte, leuchtete das THW die Unfallstelle mit einem sogenannten PowerMoon aus, so dass der vorbeifließende Verkehr nicht geblendet wurde.

An der Unfallstelle waren demnach ein Bergeunternehmen, die Feuerwehr Hunderdorf, das THW Bogen und die Autobahnmeisterei eingesetzt. Nach rund fünf Stunden waren die Arbeiten beendet. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 26 000 Euro.