14 Frauen und Männer schlossen THW-Grundausbildung mit Bravour ab

(Fotos: THW)

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fand am Samstag beim THW-Ortsverband Bogen nach einer mehrmonatigen Grundausbildung die Abschlussprüfung statt. Die Ausbildung der ehrenamtlichen THW-Helferinnen und -Helfer orientiert sich an einsatztaktischen Forderungen: "Unsere zahlreichen Ehrenamtlichen werden den verschiedenen Fachgruppen zugeteilt und ausgebildet. Inhalt, Intensität und Systematik der Ausbildung sind der THW-Struktur angepasst und nutzen die beruflichen Fähigkeiten", so Jürgen Wegener, der mit stolz darauf verwies, dass ein Großteil der Aspiranten der Fachgruppe Biologischen Ortung angehört. Ihre Aufgabe ist es zukünftig mit den Rettungshunden nach Unfällen und Katastrophen vermisste und verschüttete Personen ausfindig zu machen.

Über Monate hinweg wurden die vier Frauen und zehn Männer auf die Prüfung hin vorbereitet. "Es wurde ein allgemeines Wissen über den Katastrophenschutz, das Technische Hilfswerk als eigene Organisation, das Einsatzgeschehen sowie eine einheitliche Befähigung im Umgang mit den Werkzeugen und Geräten vermittelt", resümierten Mike Vogel und Florian Pilhartz, die die Teilnehmer des Lehrgangs Schritt für Schritt den Anforderungen entsprechend in Theorie und Praxis unterrichteten. Nur so würden sie in die Lage versetzt werden können, mit der technischen Ausstattung umzugehen. "Das Ziel wird nur dann erreicht", so weiß Jürgen Wegener aus seiner langjährigen Erfahrung, "wenn bei den Helferinnen und Helfern ein allgemeines Verständnis für die Arbeit im THW vorhanden ist." Und darüber brauchte sich die Führung beim Ortsverband Bogen nicht zu beklagen.

"Die Teilnehmer sind hoch motiviert an die Prüfung herangegangen", sagten Wegener und Vogel gegenüber unserer Zeitung. Sie würden sie für den Umgang moderner Technik interessieren und gern im Team anderen Menschen helfen. "Unsere Hauptaufgabe ist die Technische Hilfe", so Jürgen Wegener. Mit Technik und Verstand würden die Angehörigen des THWs Menschen und Tiere aus Gefahrenlagen bergen und bedrohte Sachwerte retten. "Wir überbrücken vorübergehend ausgefallene Versorgungseinrichtungen, leisten Räumarbeiten und richten Wege und Übergänge her", ergänzte dazu Mike Vogel. Hinzukomme, dass das THW im Rahmen seiner überörtlichen Einsatzstruktur auch die lokalen Kräfte anderer Hilfsorganisationen und von Behörden auf vielfältige Weise unterstütze.

Bereits im Frühjahr legte eine Gruppe von ehrenamtlichen Idealisten die Abschlussprüfung ab. Vor einem unabhängigen Schiedsrichtergremium aus Deggendorf, Regen, Wörth und Straubing unter der Gesamtleitung von Armin Schwetz stellten folgende Teilnehmer ihr Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis: Helga Senft, Karin Kitter, Hannah Hirmer, Claudia Daiminger, Helmut Schleppüber, Stefan Helmbrecht, Benjamin Bründl, Thomas Bergbauer, Markus Wagner, Stefan Kötterl, Daniel Kettl, Daniel Wasl, Daniel Schedlbauer und Johann Haas.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, dem THW als aktiver Helfer beizutreten, an der Grundausbildung teilzunehmen und die Prüfung zu absolvieren? Die Interessenten müssen unter anderem das 17. Lebensjahr vollendet haben und noch nicht 60 Jahre alt sein, die erforderliche Tauglichkeit besitzen, ihren ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, für den Dienst im THW zur Verfügung stehe und sich zum demokratischen Rechtsstaat bekennen. Für interessierte Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren besteht die Möglichkeit zur Mitwirkung in der THW-Jugendgruppe. Die Nachwuchsorganisation des THW hat sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche in spielerischer Form an die Technik des THW heranzuführen und bietet jede Menge interessantes Freizeitprogramm.